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Beste Private Krankenversicherung: Das zeichnet sie aus!

2015 waren in Deutschland 8,78 Millionen Menschen Mitglied einer Privaten Krankenversicherung – vor allem Beamte, Selbstständige und Arbeitnehmer über der JAEG. Wer sich nach einer privaten Versicherung umsieht, sucht verständlicherweise die beste Private Krankenversicherung. Aber: Der Tarif soll auch günstig sein. Schließlich versprechen sich Verbraucher vom Wechsel aus der GKV hin zu den privaten Versicherern auch eine finanzielle Entspannung. Dieser Punkt macht sich gerade bei Kassenpatienten bemerkbar, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Hier wird der Höchstbetrag für die GKV Prämie fällig. Was kennzeichnet eine gute PKV? Und warum ist der Beitrag für den Vertrag allein meist ein schlechter Ratgeber?

Beste PKV: Alle wichtigen Fakten auf einen Blick

  • Eintritt in die PKV an Versicherungsfreiheit geknüpft
  • Selbständige und Beihilfeberechtigte können problemlos eintreten
  • Arbeitnehmer müssen Einkommen über JAEG erreichen
  • Entscheidung nur mit PKV Vergleich fällen
  • Beitrag darf kein alleiniger Entscheidungsgrund sein
  • Unbedingt Tarifbedingungen studieren
  • Leistungen optimal auf Lebenssituation abstimmen

Wer sich privat versichern darf und in die beste PKV will, muss sich eines immer vor Augen halten: Der Wechsel PKV GKV kann deutlich schwieriger sein als der Austritt aus der gesetzlichen Krankenkasse.

Achtung: Bitte prüfen Sie, dass die eingegebenen Daten korrekt und vollständig sind. Ansonsten kann leider kein Vergleich erstellt werden.

1. Beste Private Krankenversicherung: Wodurch zeichnet sie sich aus?

Auf der Suche nach der besten Privaten Krankenversicherung haben Verbraucher recht klare Vorstellungen. Sie wollen einen Tarif empfohlen haben, der sehr gute Leistungen bietet und darüber hinaus auch finanzierbar ist. Warum lässt sich gerade dieser so scheinbar einfache Anspruch nicht realisieren?

Die Private Krankenvollversicherung unterscheidet sich grundlegend von der GKV. Während diese in ihren Leistungen zentralen Vorgaben folgt, die für alle Kassenpatienten in gleicher Weise gelten, bietet sich in der PKV die einzigartige Möglichkeit, einen individuell unterschiedlichen Krankheitskostenschutz aufzubauen. Und auch bezüglich der Prämie ist man bei einer Privaten Krankenversicherung mit besonderen Möglichkeiten konfrontiert. Beispiel PKV Selbstbeteiligung: Übernimmt der Versicherte einen Teil der Behandlungskosten, reduziert der Versicherer im Gegenzug den PKV Beitrag.

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8,9 Millionen Menschen in Deutschland sind PKV versichert | Statista

Eine gute Private Krankenversicherung muss in erster Linie zur Lebenssituation (z.B. Private Krankenversicherung Studenten vs. PKV für Selbständige) passen. Damit ist eigentlich alles gesagt. Doch für Interessenten ist das wenig befriedigend. Deshalb hier einmal ein paar Kriterien, an denen man sich orientieren kann.

Hohes Leistungsniveau: Die Bandbreite der Leistungen in der PKV reicht von der Basisabsicherung, die gerade alles medizinisch Notwendige beinhaltet bis zum Premiumschutz. Letzterer versichert den Chefarzt, ein Krankenhaustagegeld, das 1-Bettzimmer und bis zu 100 Prozent Zahnersatz. Aber: Dieser Schutz kostet – je nach Tarif – sehr viel Geld. Mittelkasse-Tarife sind ein gesundes Verhältnis aus Leistung und Beitrag. Drin sein sollten:

  • 2-Bettzimmer
  • Kranken­trans­port bis 100 Kilo­meter Entfernung
  • Arzt-/Zahn­arzt­honorare bis Höchst­satz der jeweiligen Gebühren­ordnungen
  • Zahn­ersatz und Inlays mindestens 65 Prozent,
  • Vorsorgeunter­suchungen im Umfang der GKV
  • Hilfs­mittel mindestens 75 Prozent
  • ambulante und stationäre Psycho­therapie
Typischer Irrtum: „Eine PKV ist geizig bei der Kostenerstattung“

Wenn eine Private Krankenversicherung eine Leistung in den Vertrag schreibt, dann gilt diese auch. Die durchschnittliche Beschwerderate bei Privaten Krankenversicherungen liegt im geringeren einstelligen Prozentbereich – teilweise sogar im 0,x-Bereich. Die Sorge, eine bezahlte Leistungen nicht erstattet zu bekommen, ist vollkommen unbegründet.

Natürlich ist diese Liste nicht abschließend. Frauen mit Kinderwunsch sollten bei ihrer PKV sehr genau hinschauen, wenn es um Leistungen rund um die Geburtsvorbereitung, die Schwangerschaftsgymnastik oder Rückbildungskurse und die Hebamme geht. Hier zeigen sich bei einzelnen Versicherungen durchaus Lücken.

  • Möglichkeiten zur Beitragsgestaltung: Selbstbehalt (SB) und Beitragsrückerstattung (BRE) sind zwei Schwerpunkte in diesem Bereich. Die BRE belohnt den Versicherten für Leistungsfreiheit – mit einer Erstattung von Prämienteilen für das betreffende Jahr. Der Vorteil ist für Arbeitnehmer besonders deutlich, da die BRE keine negativen Effekte auf den Arbeitgeberzuschuss ausübt. Über den SB verpflichten sich Privatpatienten, einen Teil der Behandlungskosten zu tragen – und zahlen einen niedrigen Beitrag. Das Ganze kann im Ernstfall teuer werden und der Arbeitgeber beteiligt sich auch nicht daran.
  • Leistungen im Ausland: Wer als Privatpatient häufig im Ausland unterwegs ist, sollte diesem Punkt Aufmerksamkeit schenken. Innerhalb Europas gilt der Schutz zeitlich unbeschränkt, darüber hinaus oft nur für einen Monat. Aber: Einige Versicherer gehen inzwischen soweit, den Schutz außerhalb der EU auf sechs Monate auszudehnen.
  • Beitragsstabilität prüfen: Die Versicherer müssen ihre Kalkulation einmal im Jahr prüfen und gegebenenfalls den Beitrag erhöhen. Prämienanpassungen sind in der PKV nicht ungewöhnlich, fallen bei den Unternehmen aber unterschiedlich stark aus. Wer Wert auf ein hohes Maß an Planungssicherheit legt, muss die beste Private Krankenversicherung auch unter diesem Aspekt auswählen.

2. Stiftung Warentest, Focus Money & Co.: Wen empfehlen sie?

Test- und Erfahrungsberichte sowie Testsieger sind für Interessenten der PKV wichtige Orientierungshilfen, um sich für die beste Private Krankenversicherung entscheiden zu können. Durchgeführt von Verbraucherorganisationen und Magazinen, ist der PKV Test hilfreich – wenn Versicherte die Ergebnisse zu interpretieren wissen. Unbedingt auseinandersetzen müssen sich Versicherte mit der Testmethodik und den Modellkunden, auf welche die Tests zugeschnitten werden.

  • Stiftung Warentest: Die Stiftung Warentest nimmt die PKV regelmäßig unter die Lupe. Neben Testberichten zur Absicherung für einzelne Berufsgruppen holen die Tester hin und wieder zum großen Rundumschlag aus. Im letzten Test für Beamte, Arbeitnehmer und Selbständige haben 107 Tarife auf dem Prüfstand gestanden. Gute Ergebnisse haben:
    • HUK-Coburg
    • Concordia
    • Provinzial Hannover
  • Focus Money: Das Finanzmagazin Focus Money befasst sich ausgiebig mit allen Fragen rund ums Geld – und stellt auch Versicherungen auf den Prüfstand. So wurde für 2016 wieder der Focus Money Versicherungspreis in verschiedenen Kategorien wie Lebens- und Sachversicherung verliehen, wofür Testsieger gesucht waren. Im Segment PKV sind in den Augen von Focus Money Allianz, AXA und Debeka die Top 3 und somit „Testsieger“.
  • DISQ: Das Deutsche Institut für Service-Qualität arbeitet regelmäßig mit bekannten Medien zusammen und prüft auch die Qualität bei den Versicherern wie der Debeka, Barmenia oder HUK Coburg. In der Privaten Krankenversicherung stehen nicht nur die Leistungen im Fokus, sondern auch der Service, den die Versicherer zu bieten haben. Für den PKV Test 2016 haben gleich sechs Versicherer in der Kategorie Leistungsanalyse ein „sehr gut“ geschafft (z.B. die Barmenia), womit sie als gemeinsame Testsieger angesehen werden können.
  • Map-Report: Der Map-Report ist eine wirtschaftliche Analyse der Privaten Krankenversicherung. Im Vordergrund stehen hier Bilanz, Beitragsentwicklung und Service. Der Report beleuchtet dabei die wirtschaftliche Entwicklung und lässt Rückschlüsse auf die Beitragsentwicklung in der Vergangenheit zu. Hier hat die Debeka mit einem Triple-M Rating am besten und somit als „Testsieger“ unter den privaten Krankenversicherungen abgeschlossen. Auch die Barmenia bekam ein Triple-M Rating, trotz dessen aber eine geringere Punktzahl.

Aber auch die Wirtschaftswoche hat Ihre Testsieger gekürt und in der Ausgabe 36/2013 mehr als 800 Tarife verschiedener Krankenversicherer unter die Lupe genommen. Aufgrund einer klaren Vorauswahl kamen nur leistungsstarke Krankenversicherungen und deren Tarife in das Ranking.

Die besten PKV Tarife laut der Wirtschaftswoche

VersichererTarif
AragK600, 37, PVN
AxaKompakt Zahn-U, KUR-U, VITAL 900-U, KTGV 42-U, PVN
BarmeniaeinsA prima1+, T42+, PVN
ContinentaleECONOMY-U, KS-U/150, SP2, V43-U, PVN
DebekaN, NC, KT 43, PVN
HanseMerkurKVS1, PSV, T43, PVN
Huk-CoburgSelectPro1, KT6, PVN
LKHA120, S220, Z61, T06U, PVN
SDKA 75, S 101, ZS75, TA 6, PPN
Universauni-intro/Privat 600, uni-KT 43, PVN

Versicherer, wie die Hallesche, die Alte Oldenburger oder auch die Signal Iduna waren in den meisten Tests ebenfalls dabei, schafften es jedoch häufig nicht an die Spitze der Ratings. Im weiteren gibt es zudem auch noch andere Institutionen, die Wertungen veröffentlichen, wie z.B. Morgen & Morgen. Leider können wir nicht alle Tests abbilden. Mit den oben erwähnten Ergebnissen ist jedoch schon einmal ein guter Überblick geboten, der zeigt, welche Versicherung 2018 zu den besten ihrer Art gehört.

Fazit: Am Ende entscheidet der Kunde selbst

Wie sieht die beste Private Krankenversicherung aus? Diese Frage muss leider unbeantwortet im Raum stehen. Ohne die persönlichen Lebensumstände zu kennen, wird sie sich auch nicht beantworten lassen. Die Qualität einer Privaten Krankenversicherung wird durch Beruf, Gesundheitszustand, Alter und die individuellen Ansprüchen beeinflusst. Eines darf allerdings nicht passieren: Die Leistungen der PKV werden aus übertriebenem Sparzwang soweit zusammengestrichen, dass sie unter das Niveau der GKV rutschen. Hochwertiger Zahnersatz und das 2-Bettzimmer sind Leistungen, die am Ende in gute Tarife gehören – genauso wie Vorsorge und Leistungen bei Schwangerschaft.
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