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arbeitsunfaehigkeitsversicherung

Arbeitsunfähigkeitsversicherung: Nicht mit BU verwechseln

Eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung erbringt Leistungen, wenn Versicherte aufgrund von Krankheit oder Verletzung ausfallen und nicht mehr am Arbeitsplatz erscheinen können. Bis hierhin ist die Arbeitsunfähigkeitsversicherung leicht mit den Policen einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu verwechseln. Letztere sichern oberflächlich ein sehr ähnliches Risiko ab. Aber: Die private Berufsunfähigkeitsversicherung geht in ihrem Geltungsbereich weiter. Arbeitsunfähigkeit impliziert als Begriff, dass innerhalb eines absehbaren Zeitraums Betroffene wieder in ihren Beruf zurückkehren können. Ist angesichts dieser Tatsache die Arbeitsunfähigkeitsversicherung sinnvoll oder ein Produkt, welches allein der Versicherung nutzt?

Wann zahlt Berufsunfähigkeitsversicherung – Fakten im Überblick:

  • Arbeitsunfähigkeit entsteht wegen Krankheit oder Verletzung
  • Berufsunfähigkeit auf Dauer ausgelegt
  • AU-Klausel bisher nur bei einigen Gesellschaften
  • AU-Zeitraum meist bei sechs Monaten
  • Rentenleistung kann im Verhältnis zur BU gekürzt werden
Wichtig: Ein passender Vergleich kann nur dann erstellt werden, wenn die Eingaben noch einmal auf mögliche Fehler geprüft und Daten richtig eingetragen werden.

1. Arbeitsunfähigkeitsversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung

BU BeitragserhöhungenIst eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll? Diese Frage wird heute eindeutig mit JA beantwortet. Schließlich bietet nur die BU-Police einen sinnvollen Schutz für de Fall, durch eine Krankheit dem früheren Beruf nicht mehr nachgehen zu können.

Hintergrund: Der Gesetzgeber hat die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente aus der Rentenversicherung gestrichen. Für alle Jahrgänge ab 1962 bedeutet dies eine Aufwertung der privaten Vorsorge. Die Gestaltung der Tarife variiert von Versicherer zu Versicherer. Besonders in älteren Verträgen sind nach wie vor Konditionen – wie die abstrakte Verweisung – eingebaut.

Die Arbeitsunfähigkeitsversicherung taucht heute sehr häufig in verschiedenen Quellen als Synonym für die BU-Versicherung aus. Ist diese Deutung korrekt? Nein! Der Grund liegt in der besonderen Bedeutung beider Begriffe. Berufsunfähigkeit bezeichnet entsprechend § 172 VVG:

„Einen Zustand, in dem Erwerbstätige den zuletzt ausgeübten Beruf infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise (wahrscheinlich) dauerhaft nicht mehr ausüben können.“

Maßstab ist hier die Tätigkeit, wie sie bei voller Gesundheit ausgeübt worden wäre. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle der zeitliche Maßstab – die Dauerhaftigkeit.

Arbeitsunfähigkeit bezeichnet einen Zustand, in dem die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ebenfalls nicht mehr oder nur unter dem Risiko einer Verschlechterung des Zustands ausgeübt werden kann. Hier fehlt allerdings das Wesensmerkmal der Dauerhaftigkeit. Arbeitsunfähigkeit ist ein zeitlich begrenzter Zustand. Aber: Arbeitsunfähigkeit kann im weiteren Verlauf in Berufsunfähigkeit übergehen.

Berufsunfähigkeit versus Arbeitsunfähigkeit:

  • beide gehen vom Unvermögen zur Ausübung einer bestimmten Tätigkeit aus
  • Berufsunfähigkeit auf Dauer ausgelegt (Prognosezeitraum)
  • Arbeitsunfähigkeit zielt auf Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit ab

Das Problem: Beide Versicherungen werden auch seitens der Versicherung im Regelfall gegeneinander ausgetauscht. Aus Sicht des Versicherten führt dies möglicherweise zu Verwechslungsgefahr. Ausgehend von der Annahme, dass bereits eine Arbeitsunfähigkeit von wenigen Wochen im Vertrag eingeschlossen wird, erfolgt der Vertragsschluss.

Und es gibt einen durchaus wichtigen zweiten Aspekt zu berücksichtigen. Einige Versicherungen bieten im Bereich ihrer Geschäftskundentarife tatsächlich Arbeitsunfähigkeitsversicherungen an. Diese dienen allerdings dazu, die Betriebsfortführung zu ermöglichen, sind für Beschäftigte also uninteressant.

Tipp: Wollen Arbeitnehmer bzw. Selbständige den Krankheitsfall (die Arbeitsunfähigkeit) finanziell absichern, ist an die Krankengeldtarife der Krankenversicherer zu denken. Diese zahlen im Krankheitsfall einen vorher versicherten Geldbetrag für die Dauer der Krankheit aus.

2. Arbeitsunfähigkeitsversicherung sinnvoll: Vorteile im Detail

Der Begriff Arbeitsunfähigkeitsversicherung ist in der Form, wie er heute verwendet wird, irreführend. Seitens der Versicherung wird er in der Regel benutzt, um die Berufsunfähigkeitsversicherung zu beschreiben. Ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung notwendig?

Hierfür reicht es, sich Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zur Häufigkeit der Erwerbsminderungsrenten und deren Höhe vor Augen zu führen. Bei voller Erwerbsminderung liegt die Höhe der Rente aus der Erwerbsunfähigkeitsversicherung heute bei rund 700 Euro. Die private BU-Versicherung hat den Vorteil, dass Versicherte die Rentenhöhe individuell mit dem Versicherer vereinbaren können.

Tritt Berufsunfähigkeit ein und wird die Leistung bewilligt, ist damit zumindest finanziell vorgesorgt. Ein zweiter Pluspunkt betrifft Konditionen wie die:

  • Dynamik
  • Nachversicherung

3. Kosten einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Wie viel kostet Sicherheit? Bei den Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten kommen Interessenten schnell ins Grübeln. Soll ich wirklich 30 Euro oder 40 Euro für einen Vertrag ausgeben, von dem ich am Ende womöglich keine Leistungen erwarten kann? Das Risiko, dauerhaft in der Arbeitskraft eingeschränkt zu werden, ist in einigen Berufen erheblich.

Bleibt die Frage, wie sich – ohne an den wesentlichen Leistungen zu sparen – die Kosten für eine angemessene Vorsorge kontrollieren lassen.

Rentenhöhe ist Beitragsfaktor

Ein Element, das auf die Höhe des Beitrags Einfluss hat, ist die versicherte Leistung – sprich die Rente. Beispiel: 1.250 Euro BU-Rente kosten in der Gothaer Berufsunfähigkeit Plus (Jahrgang 1978, Agraringenieur im Innendienst) rund 37 Euro je Monat. Eine Rentenleistung in Höhe von 1.500 Euro macht sich mit mehr als 44 Euro bemerkbar.

Aber: Hier haben Versicherte kaum Spielraum. Eine im Vertrag zu niedrig angesetzte Rente führt über kurz oder lang wieder zu Problemen. Wer bei der Altersvorsorge sparen will, muss andere Register ziehen. Das Beitragszahlungsintervall oder die Versicherungslaufzeit sind zwei mögliche Ansatzpunkte.

Zeitiger Abschluss zahlt sich aus

BU PrognosezeitraumIn der Praxis ist die Rentenhöhe nicht das einzige Merkmal, welche sich auf die Höhe der Arbeitsunfähigkeitsversicherung/Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten auswirkt. Gerade junge Erwerbstätige unterschätzen das Potenzial, welches in einem frühen Abschluss der Versicherung steckt.

Sollte ein Anwärter in jungen Jahren die Gesundheitsprüfung seiner Versicherung mit Bravour meistern, so kann er auf Vergünstigungen hoffen. Denn wer keine Vorerkrankungen besitzt und sich körperlich in einem einwandfreien Zustand befindet, der erhält ein breites Spektrum an Leistungen zu niedrigen Beiträgen. Doch Vorsicht: Die von der Versicherung gestellten Gesundheitsfragen müssen stets wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Zehn Jahre Unterschied beim Eintrittsalter machen eine Differenz in bis zu dreistelliger Höhe beim Jahresbeitrag aus. Allerdings ist an diesem Punkt Köpfchen gefragt. Hintergrund: Prognosen über 30 oder 40 Beitragsjahre sind schlicht unmöglich. Und nicht jeder Berufseinsteiger kann sich aus dem Stand 300 Euro Jahresbeitrag für die Absicherung der Arbeitskraft leisten.

Im Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich muss der frühe Einstieg in den Vertrag daher von einem hohen Maß an Flexibilität flankiert werden. Über die Nachversicherungsgarantie lässt sich die Rentenleistung unter anderem bei:

  • Heirat
  • Erwerb von Wohneigentum
  • beruflichem Aufstieg
  • Familienzuwachs

anpassen.

4. Diese Anbieter bieten eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Eine reine Berufsunfähigkeitsversicherung finden Verbraucher heute bei so gut wie jeder Versicherung. Generell ist die Berufsunfähigkeitsversicherung Teil der Sparte Lebensversicherung, die Verträge werden daher durch Lebensversicherer angeboten.

Wer Interesse an einer entsprechenden Versicherung hat, wird bei der:

  • Alte Leipziger Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Barmenia Berufsunfähigkeitsversicherung
  • ERGO Berufsunfähigkeitsversicherung
  • HDI Berufsunfähigkeitsversicherung

auf Tarife stoßen, mit denen der BU-Schutz aufgebaut werden kann. Wie sieht die Angebotspalette bei der Arbeitsunfähigkeitsversicherung aus?

Bisher haben noch nicht jede Versicherung ihre Produkte auf den Einschluss einer Arbeitsunfähigkeitsklausel umgestellt. Policen mit einer Klausel zur Krankschreibung gibt es unter anderem in der:

  • Allianz Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Condor Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Nürnberger BUV
Achtung: Die Konditionen und Bedingungen der einzelnen Versicherer variieren im Bereich der AU-Klauseln sehr stark. Jedem Antragsteller kann an diesem Punkt nur geraten werden, sich intensiv mit den Versicherungsbedingungen (AVB) der jeweiligen Versicherung auseinanderzusetzen.

5. Jetzt Online-Vergleich nutzen & Anbieter vergleichen!

Durch Krankheit berufsunfähig zu werden – das Risiko ist da. Gehören Sie zu jenen Beschäftigten, die sich bisher keine Gedanken darüber gemacht haben? Während bei Arbeitsunfähigkeit die Aussicht auf Besserung besteht, kann Berufsunfähigkeit dauerhaft eintreten. Nutzen Sie die Möglichkeiten, um für sich und Ihre Familie vorzusorgen. Durch den Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich finden Sie heraus, welche Tarife und Leistungen deutscher Versicherungen am besten zu Ihnen passen. Es kommt darauf an, die Rente richtig zu versichern. Eine abstrakte Verweisung kann zum Bumerang werden. Mithilfe unseres Tarifrechners lassen sich Hindernisse umschiffen. Die Voraussetzung: Sie haben alle Angaben richtig eingetragen.

6. 5 Dinge, die bei der Arbeitsunfähigkeitsversicherung wichtig sind

Leider nehmen sich Erwerbstätige immer noch zu wenig Zeit, um sich mit dem Thema Arbeitsunfähigkeitsversicherung/Berufsunfähigkeitsversicherung auseinanderzusetzen. Dabei sind es gerade Details, welche für die Qualität eines Vertrags bedeutend sind. Daher geht es hier um fünf Aspekte, die jeder Versicherte zur adäquaten Absicherung kennen sollte.

  • Abstrakte Verweisung vermeiden: Die abstrakte Verweisung räumt der Versicherung das Recht ein, Ihnen einen konkreten Beruf zu nennen, der Ihren Fähigkeiten, Kenntnissen und der Lebensstellung entspricht. In diesem Fall stehen Ihnen keine Leistungen aus dem Vertrag zu. Daher ist die im Vertrag enthaltene abstrakte Verweisung aus Sicht der Versicherungsnehmer ein Nachteil.
  • Prognose-/AU-Zeitraum beachten: In der BU-Versicherung ist eine Voraussetzung, dass die Berufsunfähigkeit über einen bestimmten Zeitraum – in aller Regel sechs Monate – besteht oder wahrscheinlich bestehen wird. Verträge im Bereich der Arbeitsunfähigkeitsversicherung, wie BU-Tarife mit Arbeitsunfähigkeitsklausel, sehen ähnliche Zeiträume für die Krankschreibung vor. Einige Versicherungen gewähren Leistungen allerdings schon früher als die gebräuchlichen sechs Monate.
  • Maximale Leistungsdauer: Anders als die Rente wegen Berufsunfähigkeit wird eine Leistung aus der AU-Klausel von den Versicherungen allgemein nur zeitlich begrenzt ausgezahlt. Die Tarife unterscheiden sich hier. Meist liegt der Leistungszeitraum zwischen 18 Monaten bis 24 Monaten.
  • Feststellung durch Facharzt: Eine Krankschreibung erfolgt im Alltag meist durch den Hausarzt. Es ist für die Arbeitsunfähigkeitsversicherung sinnvoll, sich bei voraussichtlich länger anhaltender Erkrankung um einen Facharzttermin zu bemühen. In den AU-Klauseln verlangen Versicherer, dass die Arbeitsunfähigkeit nämlich auch fachärztlich festgestellt wird.
  • Gekürzte BU-Rente: Dieser Punkt muss in jedem Fall eine Rolle spielen. Diverse Gesellschaften mit AU-Schutz zahlen im Leistungsfall die volle Berufsunfähigkeitsrente aus. Allerdings eben nicht alle. In einigen Konditionen wird bei Arbeitsunfähigkeit eine Leistungskürzung (zum Beispiel 30 Prozent) festgeschrieben.

Fazit: Mehr als nur ein anderes Wort für Berufsunfähigkeitsversicherung

Arbeitsunfähigkeitsversicherung – wer diesen Begriff sucht, landet sehr oft bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dabei sollte es sich streng genommen eigentlich um zwei strikt getrennte Policen handeln. Dass in der Praxis die Grenzen mitunter verschwimmen, liegt auch an den Gesellschaften. Arbeitsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitsversicherung werden als Begriffe oft synonym innerhalb der Branche verwendet. Aber: Einige Versicherer gehen dazu über, diese Begriffe neu zu bewerten. Es werden Tarife entwickelt, in denen nicht allein die dauerhafte Berufsunfähigkeit eine Rolle spielt. Bereits eine Arbeitsunfähigkeit kann den Leistungsfall auslösen. Für wen sind diese Kombinationen geeignet? Profiteure sind Versicherte, bei denen das Krankengeld eine Lücke hinterlässt oder welche diesen Anspruch gar nicht haben.
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Thema
Arbeitsunfähigkeitsversicherung
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