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Private Krankenversicherung Kosten

Wer in eine PKV wechseln kann, hat ein nachvollziehbares Interesse daran zu erfahren, wie die Private Krankenversicherung Kosten am Ende aussehen werden. Als Kassenpatient ist dieser Bereich überschaubar – zumindest auf den ersten Blick. Richten sich die Kosten für die Krankenversicherung hier doch nach dem Einkommen. Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer zahlen 7,3 Prozent für die GKV. Bei 2.000 Euro Monatsbrutto werden 146 Euro abgezogen. Aber: Die Kosten sind – bei genauer Betrachtung – deutlich höher. Zusatzbeitrag und Zuzahlung sorgen dafür, dass Kassenversicherte am Ende doch tiefer in die Tasche greifen. Wie sieht die Situation für den Privatversicherten aus? Was kostet die Private Krankenversicherung und drohen hier vergleichbare „Kostenfallen“?

PKV Kosten: Der Faktencheck im Überblick

  • Einkommen spielt keine Rolle bei privaten Krankenkassen
  • Beitrag wird an biometrischen Risiken und den Versicherungsleistungen bemessen
  • Arbeitnehmer erhalten Zuschuss vom Arbeitgeber
  • Prämie kann über SB und BRE reduziert werden
  • Altersrückstellungen sollen Beitrag im Alter stabil halten
  • Beitragserhöhung PKV werden regelmäßig durchgeführt
  • Erstattung nicht überall 100 Prozent

1. Die durchschnittlichen PKV Kosten im Überblick

Wie viel kostet meine Private Krankenversicherung? Diese Frage steht immer dann im Raum, wenn es um den PKV Wechsel oder den Wechsel GKV PKV geht. Ideal wäre an dieser Stelle, mit Durchschnittswerten zu arbeiten. Das Problem: Der Beitrag richtet sich nach Gesundheitszustand, Leistungsniveau und dem Eintrittsalter.

Beispiel: Ein 30-jähriger Selbständiger sollte für einen Tarif in der Private Krankenversicherung Selbständige mit Grundleistungen ab 200 bis 250 Euro pro Monat für die private Versicherung einplanen. Für das mittlere bis gehobene Leistungssegment liegt der PKV Beitrag im Bereich um die 400 Euro. Der Selbstbehalt sollte dabei stets zwischen 300 und 1.000 Euro liegen (je nach Bedarf).

Für Arbeitnehmer sinken die Kosten entsprechend – durch den PKV Arbeitgeberzuschuss. Mit dessen Hilfe kann ein 30-Jähriger den PKV Anteil im Mittelklasse-Segment Richtung 200 Euro drücken. Wichtig: Sobald dieser (etwa wegen Krankheit oder in Elternzeit) kein Gehalt mehr zahlt, entfällt der Zuschuss. Ähnlich viel Glück haben beihilfeberechtigte Beamte, da sie nur einen Teil der Krankheitskosten absichern müssen. Entsprechend günstig können die Beihilfetarife für Beamte kalkuliert werden.

Beitragsentwicklung in der Privaten Krankenversicherung

Versicherte in der PKV genießen den Vorteil, sich vertraglich Leistungen zusichern zu lassen. Damit machen sich Privatpatienten unabhängig von zentralen Entscheidungen zu Gesundheitsleistungen, wie sie in der GKV an der Tagesordnung sind. Aber: Medizinischer Fortschritt und die Demografie sorgen dafür, dass Gesundheitsleistungen immer teurer werden. Die Folge sind regelmäßige Beitragsanpassungen. Die gesetzliche Krankenkasse erlebt diese aber genauso.

Deren Höhe variiert von Versicherung zu Versicherung. Die Tabelle zeigt recht deutlich, mit was Privatversicherte rechnen müssen. Dass die durchschnittliche BAP (Beitragsanpassung) in einigen Jahren höher ausfallen kann, ist den gesetzlichen Grundlagen zur Prämienerhöhung geschuldet. Versicherer können den PKV Beitrag nur anheben, wenn kalkulierte und tatsächliche Versicherungsleistungen um 10 Prozent voneinander abweichen.

KalenderjahrØ BAP ArbeitnehmertarifeØ BAP Beihilfetarife
20122,21 Prozent2,61 Prozent
20132,19 Prozent1,69 Prozent
20142,04 Prozent1,59 Prozent
20151,14 Prozent1,48 Prozent
20164,08 Prozent1,46 Prozent
Quelle: map-Report Nr. 881, Bestandsbeitragsentwicklung; BAP – Beitragsanpassung

2. PKV Kosten gering halten: Mit diesen 3 Maßnahmen möglich

In der Privaten Krankenversicherung entstehen den Versicherten Kosten nicht nur durch den Beitrag. Je nach Tarif werden Kosten – etwa beim Zahnersatz – nicht zu 100 Prozent erstattet. Die Prämie ist der Kostenfaktor, den Versicherte zuerst und besonders deutlich wahrnehmen. Wie hoch der Beitrag zur Privaten Krankenversicherung ist, hängt im Einzelfall immer von den Rahmenbedingungen ab. Es fließen schließlich:

  • die versicherten Leistungen
  • das Eintrittsalter
  • der Gesundheitszustand

in die Beitragsberechnung ein. Und genau hier bietet sich eine erste Möglichkeit, die PKV Prämie zu steuern – über die Versicherungsleistungen. Hintergrund: Die Private Versicherung bietet Kompakttarife mit vom Versicherer für alle Bereiche vorgegeben Leistungen und Modultarife, in denen sich die Leistungen für einzelne Bereiche zusammenstellen lassen. Der Vorteil: Privatversicherte können in entscheidenden Punkten – wie der Zahnbehandlung oder beim 2-Bettzimmer sich hochwertig versichern, an anderer Stelle aber den Rotstift ansetzen.

Beitragsregulierend wirken aber noch andere Aspekte.

Selbstbehalt: Hier beteiligen sich die Versicherten an den Kosten ihrer Behandlung, zahlen im Gegenzug einen niedrigeren Beitrag für die PKV. Im Hinblick auf die PKV Kosten rechnet sich der Selbstbehalt vor allem für gesunde Versicherte, bei denen mit keinen komplexeren Behandlungen zu rechnen ist. Aber: Auch wenn ein hoher Selbstbehalt einen entsprechenden Prämienrabatt nach sich zieht, darf das finanzielle Risiko nicht unterschätzt werden. Die Selbstbeteiligung muss mit Augenmaß festgelegt werden.

Tipp: Die Beitragsrückerstattung ist eine zweite Option, um die Kosten PKV zu kontrollieren. Hier zahlt der Versicherte in der Versicherungsperiode den vollen Beitrag. Werden keine Erstattungen in Anspruch genommen, gibt es mehrere Monatsbeiträge zurück. Der Vorteil: Gerade für Arbeitnehmer bietet die BRE im Vergleich zur Selbstbeteiligung deutlich mehr Potenzial.

Arbeitgeberzuschuss: Beschäftigten bietet sich in der Praxis eine weitere Möglichkeit, um einen hochwertigen Schutz zu einer vertretbaren Prämie zu realisieren. Arbeitnehmer haben aufgrund von § 257 SGB V Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss. Gezahlt in Höhe des Beitrags bzw. bis zum GKV Höchstbeitrag, sinkt die finanzielle Belastung für den Privatversicherten mit dem Arbeitgeberanteil deutlich. Info: Der PKV Arbeitgeberzuschuss wird nicht nur für den Beitrag des Arbeitnehmers gezahlt. Auch Familienangehörige profitieren vom Arbeitgeberanteil für die Private Krankenversicherung – etwa im Fall der Elternzeit.

Altersrückstellung: Gerade ältere Versicherte sind seit einiger Zeit verunsichert, wenn es um die PKV im Alter geht. Die Befürchtung: Der Beitrag wird explodieren und ist nicht mehr zahlbar. Durch die gesetzliche Altersrückstellung PKV soll dieser Entwicklung ein Riegel vorgeschoben werden. Der Gesetzgeber verlangt, dass Versicherer 10 Prozent des Bruttobeitrags (bis zum Jahr, in dem das 60. Lebensjahr vollendet wird) hierfür zurücklegen. Ab dem 65. Lebensjahr wird mit den Rückstellungen die Beitragsanpassung gedämpft. Ab dem 80. Lebensjahr dienen die Altersrückstellungen dazu, die Prämie zu senken.

3. Steigen die Kosten wenn man oft krank ist?

Diese Befürchtung ist für den einzelnen Versicherungsnehmer unbegründet. Grundsätzlich sind Beitragsanpassungen im Vertrag zwar möglich. Aber: Diese sind an Regeln gebunden, welche über das VAG festgelegt werden. Letztlich prüfen die Versicherer einmal im Jahr, inwiefern sich in einem Tarif für eine Beobachtungseinheit die kalkulierten und tatsächlichen Versicherungsleistungen entwickelt haben.

Sobald diese 10 Prozent voneinander abweichen, kann die Prämie angepasst werden – nach Zustimmung durch einen Treuhänder. Letztlich steigen die PKV Kosten so nicht nur für den einzelnen Privatversicherten – sondern für eine ganze Gruppe. Die häufige Inanspruchnahme der PKV hat für den Einzelnen keine Auswirkung. In der Summe kann diese aber zu Prämienerhöhungen führen.

Video: Berechnung der Beiträge in der Privaten Krankenversicherung

4. Jetzt Tarifrechner nutzen & Kosten berechnen!

Laien, die bisher in der GKV krankenversichert waren, haben Angst vor hohen Kosten in ihrer Privaten Krankenversicherung. Diese Sorge ist unbegründet. Im direkten Vergleich können gerade privat Versicherte mit hohem Einkommen in der PKV oft sogar sparen. Der Grund: Beiträge für die gesetzlichen Krankenkassen werden auf Basis des Einkommens berechnet.

In der Privaten Krankenversicherung bieten das individuelle Zuschneiden der Leistungen und SB sowie die Beitragsrückerstattung die Möglichkeit, die Privatversicherung Kosten aktiv zu gestalten. Aber: Das Preis-Leistungsverhältnis muss stimmen. Mithilfe vom PKV Tarifrechner finden Versicherte die passende PKV.

Achtung: Bitte prüfen Sie Ihre Daten vor Abschicken des Vergleichs auf Korrektheit und Vollständigkeit, damit Ihnen definitiv ein Vergleich zugeschickt werden kann.

Fazit: Zuschuss für Arbeitnehmer und Rentner

Bei einer PKV entstehen in der Regel nicht mehr Kosten als vertraglich vereinbart. Dabei kommt es sowohl auf die Höhe der Selbstbeteiligung an als auch auf den Gesundheitszustand des Kunden. Die Leistungserstattung erfolgt zeitnah, sodass der Kunde nicht auf den Kosten sitzenbleibt. Mit der PKV muss auch im Alter nicht mit höheren Kosten gerechnet werden. Kunden können hier von der Altersrückstellung profitieren und erfahren eine Senkung des Beitrags.
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