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Private Krankenversicherung Arbeitgeberanteil 2019

Beschäftigte Kassenpatienten zahlen ihre Krankenversicherung nicht allein, der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes. Wer die Versicherungspflichtgrenze (eine der Private Krankenversicherung Voraussetzungen) überschreitet, kann sich privat absichern. Wer zahlt hier den PKV Beitrag? Der Gesetzgeber nimmt auch beim Eintritt in die Private Krankenversicherung den Arbeitgeber in die Pflicht. Allerdings gelten hier einige besondere Regelungen. Beispiel: Die Leistungen aus der privaten Versicherung müssen mindestens jenen entsprechen, die gesetzliche Krankenkassen bieten.

Arbeitgeberanteil Private Krankenversicherung: Die wichtigen Fakten

  • Arbeitgeberzuschuss nach § 257 SGB V
  • Vertragsleistungen mindestens GKV Niveau
  • Höhe des Arbeitgeberanteils orientiert sich am allgemeinen Beitragssatz
  • Deckelung in Höhe des maximalen GKV-Beitrags
  • Arbeitgeber zahlt höchstens 50 Prozent der PKV Prämie
  • PKV Arbeitgeberanteil bleibt steuerfrei
  • Keine Beteiligung am Selbstbehalt
  • Arbeitgeberanteil PKV gilt auch für Familienangehörige

Arbeitnehmer können mit Überschreiten der JAEG aus der GKV ausscheiden und in die Private Krankenversicherung eintreten. Der Arbeitgeber muss auch hier seinen Beitrag leisten. Im Vorfeld sollte die Entscheidung aber in jedem Fall gut durchdacht werden.

Achtung: Bitte prüfen Sie, dass die eingegebenen Daten korrekt und vollständig sind. Ansonsten kann leider kein Vergleich erstellt werden.

1. PKV Arbeitgeberanteil: Was & wie viel muss er übernehmen?

Die Private Krankenversicherung Voraussetzungen stehen für viele potenzielle Privatversicherte an erster Stelle. Erst später wird nach Details gefragt. Hierzu gehören auch die Regelungen zum Arbeitgeberanteil der privaten Versicherung. Grundsätzlich können Arbeitnehmer mit einem Zuschuss ihres Arbeitgebers von bis zu 50 Prozent der Versicherungsprämie rechnen. Voraussetzung für die Zahlung des Arbeitgeberzuschusses ist es, dass die erbrachten Leistungen denen einer gesetzlichen Krankenkasse entsprechen. Was bedeutet dies im Detail?

Grundsätzlich gilt für sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach § 249 SGB V, dass der Arbeitgeber 50 Prozent des allgemeinen oder ermäßigten Beitragssatzes zu übernehmen hat. Um eine Ungleichbehandlung für versicherungsfreie Arbeitnehmer zu vermeiden, wird mit § 257 SGB V der Arbeitgeberzuschuss geschaffen. Dieser greift bei:

  • freiwilliger Mitgliedschaft in der GKV
  • Abschluss einer Privaten Krankenversicherung.

Damit die Private Krankenversicherung Arbeitgeber akzeptieren bzw. der Beitragszuschuss tatsächlich ausgezahlt werden kann, müssen Vertrag und Versicherer einige Kriterien erfüllen. Hierzu gehört der bereits angesprochene Mindestschutz durch den Tarif. Zudem muss nach § 257 Abs. 2a SGB V die Krankenversicherung:

  • nach Art der Lebensversicherung betrieben werden
  • den Basistarif anbieten
  • den Verzicht auf das das ordentliche Kündigungsrecht erklären.
Wichtig: Durch den Arbeitnehmer muss alle drei Jahre nachgewiesen werden, dass der Versicherer diese Kriterien erfüllt. Hierfür stellen die Versicherungsunternehmen Bescheinigungen aus. Laut PKV Verband erfüllen dessen Mitgliedsunternehmen die vom Gesetzgeber gemachten Vorgaben.

Die Höhe vom Arbeitgeberanteil PKV wird von zwei Faktoren beeinflusst:

  • der tatsächlichen Höhe der Versicherungsprämie
  • der Beitragsbemessungsgrenze – kurz BBG.

Letztere ist – neben der Versicherungspflichtgrenze/JAEG – einer der wichtigen Kenngrößen der Sozialversicherung. Über die Beitragsbemessungsgrenze wird der Höchstbetrag in der gesetzlichen Krankenversicherung festgelegt. Nur Einkommen unterhalb der BBG werden zur Beitragsbemessung herangezogen.

Für den PKV Arbeitgeberanteil spielt die BBG eine Rolle, da deren Höhe den Höchstbetrag für den Zuschuss vorgibt. Die Beitragsbemessungsgrenze wird jedes Jahr neue festgeschrieben und liegt für 2019 bei 54.450 Euro Jahreseinkommen. Hieraus ergibt sich ein Arbeitgeberanteil PKV von maximal 331,24 Euro.

Wichtig: Beschäftigte können den Höchstbetrag beim Arbeitgeberzuschuss nur geltend machen, wenn der PKV Beitrag tatsächlich so hoch ist. Prämienteile, die vom Arbeitgeberanteil nicht gedeckt werden, muss der Versicherte selbst zahlen. Wird eine niedrige Summe gezahlt, gibt es 50 Prozent vom Chef dazu.

2. Muss der Arbeitgeberanteil auch bei Krankheit gezahlt werden?

Privatversicherte stehen – auch als Beschäftigte – vor einem Dilemma: Die Leistungen liegen oft über denen der GKV, aber nicht in allen Bereichen. Letztere bietet mit dem Krankengeld eine Lohnersatzleistung im Krankheitsfall.

Generell gilt zwar die Regel, dass Arbeitgeber den Zuschuss zur privaten Versicherung ihrer Beschäftigten auch über den Zeitraum der Lohnfortzahlung leisten müssen. Über diese Phase hinaus entfällt der Anspruch auf den Private Krankenversicherung Arbeitgeberanteil. Das gilt auch für die Pflegeversicherung. Wie geht es ab jetzt weiter? Kassenpatienten erhalten mit dem Ende der Lohnfortzahlung das sogenannte Krankengeld (nicht mit dem PKV Krankentagegeld verwechseln), das beitragspflichtig zur GKV ist. Erhoben wird allerdings nur der halbe Beitragssatz.

Im Fall des privat abgesicherten Beschäftigten bleibt die Beitragszahlungspflicht gegenüber der PKV vollumfänglich bestehen – er muss die Prämie also trotz Krankheit finanzieren. Um an diesem Punkt finanziell nicht unter Druck zu geraten, wird die Krankentagegeldversicherung – angeboten etwa von der Hanse Merkur Krankenversicherung oder der Debeka Krankenversicherung – abgeschlossen. Letztere bietet bezüglich der Tagegeldhöhe Spielraum. Versicherten ist zu empfehlen, im Vorfeld darüber nachzudenken, wie viel Geld sie für die PKV Prämie im Ernstfall brauchen – und diese Summe abzusichern.

Tipp für Arbeitnehmer beim Selbstbehalt

Als Angestellter sollte man einen möglichst geringen Selbstbehalt wählen, da die Beitragserhöhung zur Hälfte vom Arbeitgeber gezahlt wird und somit kaum spürbar ausfällt. Das kann am Jahresende lohnen!

3. Zuschuss für Familienangehörige & Teilzeit-Beschäftigte

Für Familien mit Kindern (Stichwort Private Krankenversicherung Kind)ist besonders die gesetzliche Regelung interessant, dass der Zuschuss auch für Familienmitglieder gilt, die in der beitragsfreien Familienversicherung abgesichert wären. Hier gilt im Übrigen ebenfalls die Deckelung – weshalb sich dieser Aspekt nur bei PKV Tarifen bemerkbar macht, die weniger als 635 Euro monatlich kosten.

Beispielrechnung

Ein Angestellter in der PKV zahlt 478,45 Euro jeden Monat in die Private Krankenversicherung ein. Durch den Arbeitgeber wird die Prämie hälftig – also mit 239,23 Euro bezuschusst. Bleiben noch 78,22 Euro, die beispielsweise für Kind oder Ehepartner über den Arbeitgeberanteil PKV abgedeckt werden können.

Wer sich – etwa aufgrund der Kinderbetreuung – für die Reduzierung der Wochenarbeitszeit entscheidet, muss auf einige Punkte achten. In Teilzeit Beschäftigte haben natürlich einen Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss. Aber: Hier kann es zu einer deutlichen Verringerung des Anteils kommen. Diese Gefahr droht vor allem dort, wo das Einkommen die BBG unterschreitet. Der Arbeitgeber wird den Zuschuss am neuen Einkommen orientieren – und zahlt beispielsweise nur 7,3 Prozent von nur noch 2.500 Euro.

Darüber hinaus kann die Reduzierung der Wochenarbeitszeit bedeuten, dass der Versicherte wieder Mitglied der GKV wird. Hintergrund: Die Versicherungsfreiheit von Arbeitnehmern ist direkt an das Einkommen bzw. die Überschreitung der JAEG von 60.750 Euro gekoppelt. Deren Unterschreiten lässt die Versicherungspflicht in einer Krankenkasse entstehen.

4. Sonderfall Rentner: Zuschuss bei gesetzlicher Rente

Kein Arbeitgeber – kein Zuschuss mehr! Diese Ansicht sorgt gerade bei Senioren für Ängste. Ist man nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben in der Lage, den PKV Beitrag zu tragen? Einerseits wird durch die PKV Altersrückstellungen hohen Prämien entgegengewirkt.

Senioren, die vor dem Bezug der gesetzlichen Rente Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss hatten, können mit dem Rentenantrag einen Zuschuss für die PKV beim Rentenversicherungsträger beantragen. Die Höhe wird über den allgemeinen Beitragssatz zur GKV ermittelt – in Höhe von 7,3 Prozent der Rentenzahlung. Aber: Ist die Prämie zur Privaten Krankenversicherung niedriger, erhalten Rentner maximal den halben Beitragsaufwand als Zuschuss.

5. Jetzt Tarifrechner nutzen & passenden Tarif finden!

Die Private Krankenversicherung bietet Versicherten einige Vorteile – wie umfassende Leistungen (Behandlung durch den Chefarzt, hochwertige Versorgung beim Zahnarzt) und kurze Wartezeiten bei Leistungserbringern. Die PKV kann aber noch mehr: Sie ist im Beitrag teils deutlich günstiger als die Krankenkassen. Wer als Arbeitnehmer Einkünfte über der JAEG erzielt, findet mit dem PKV Vergleich, welche Private Krankenversicherung optimales Potenzial hat. Und der Arbeitgeber beteiligt sich sogar an der Prämie – über den Arbeitgeberzuschuss.

Fazit: Anteil des Arbeitgebers kann bis zu 50% ausmachen

Arbeitnehmer mit Privater Krankenversicherung erhalten von ihrem Arbeitgeber einen Beitragszuschuss zur privaten KV und Pflegeversicherung. Dessen Höhe richtet sich nach der geltenden Beitragsbemessungsgrenze, dem PKV Beitrag und dem Einkommen. Letzteres ist besonders bei in Teilzeit Beschäftigten interessant. Vom Gesetzgeber vorgeschrieben, sorgt der Arbeitgeberanteil PKV für eine Gleichbehandlung zwischen Kollegen und kann die Prämie in der Privaten Krankenversicherung bis zu 50 Prozent decken. Zusätzlich greift der Anspruch auf den Beitragszuschuss nicht nur für den Arbeitnehmer – sondern unter Umständen auch für dessen Familienangehörige.
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