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Beitragserhöhung PKV: Die Kosten im Blick behalten!

Bei der Privaten Krankenversicherung müssen Kunden vorab eines wissen: Die Leistungen in der PKV werden für die Vertragsdauer garantiert, die Beiträge allerdings nicht. Diese unterliegen Veränderungen, was immer wieder eine Beitragserhöhung bedeuten kann. Die Rechtsgrundlage für die Beitragserhöhungen ist dabei sowohl das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) als auch die Kalkulationsverordnung (KaIV).

Fakten zur Beitragserhöhung 2018 Private Krankenversicherung:

  • Private Krankenversicherung Beitragserhöhung treten immer wieder auf
  • Versicherer vergleicht tatsächliche & kalkulierte Kosten
  • Anpassung nach Prüfung durch Treuhänder
  • Versicherte können Anbieter wechseln
  • Interner Tarifwechsel als Reaktion möglich
  • Selbstbehalt erhöhen, um Prämien zu senken
  • Wechsel in gesetzliche Krankenversicherung

Für den Fall, dass ein Versicherer die Prämie nach oben anpasst, kann auch mit einem internen Wechsel reagiert werden. Ohne fundierten PKV Vergleich sind Entscheidungen nicht zu empfehlen.

Achtung: Bitte prüfen Sie, dass die eingegebenen Daten korrekt und vollständig sind. Ansonsten kann leider kein Vergleich erstellt werden.

1. Warum gibt es Beitragserhöhungen in der PKV?

Für den Beitrag sind sowohl das Alter als auch der Gesundheitszustand und die versicherten Leistungen von Bedeutung. Diese Informationen werden von der PKV mit Statistiken über die durchschnittlichen Krankheitskosten, Krankentage, Krankenhaustage und der Lebenserwartung der Versicherten abgeglichen und für den Beitrag berechnet.

Wenn diese Kosten über die Jahre stabil bleiben, würde es zu keiner Beitragserhöhung Private Krankenversicherung kommen. Entscheidend ist, dass es immer wieder

  • neue Behandlungs- und Operationsmethoden
  • neue und ggf. teurere Medikamente gibt

Zudem steigen die Ausgaben für ambulante Behandlungen oder Krankenhaustage und Menschen benötigen – aufgrund der steigenden Lebenserwartung – längere medizinische Versorgungen. Diese Tatsachen führen dazu, dass der ursprünglich berechnete Beitrag nicht dem tatsächlichen Beitrag entsprechen kann. Es entsteht eine Finanzierungslücke, die – sofern nicht durch eine höhere Prämie aufgefangen – die PKV defizitär macht.

Video: Medizinischer Fortschritt & Beitragsanpassung erklärt

2. Wie sehen diese aus & wie erfolgen sie?

Die PKV ist per Gesetz dazu verpflichtet, die tatsächlichen mit den kalkulierten Ausgaben zu vergleichen und diese zu überprüfen. Bei einer Abweichung von mehr als 10 Prozent müssen Versicherungsmathematiker die Abweichungen überprüfen. Sollte die Abweichung weiterhin bestehen bleiben, muss es zu einer PKV Beitragserhöhung kommen. Die Richtigkeit der Auswertungen und Berechnungen der PKV kontrolliert ein unabhängiger Treuhänder.

Nur wenn dieser seine Zustimmung gibt, darf es zu einer PKV Beitragserhöhung kommen. Änderungen beim Beitrag können sich aber auch ergeben, wenn andere Faktoren in der Beitragsberechnung variieren. Dies betrifft etwa die Kapitalmarktzinsen, welche für die Bildung von Rückstellungen relevant sind. Dass die Anpassungen oft deutlich fühlbar sind, ist der 10-Prozent-Klausel geschuldet. Vor deren Hintergrund werden geringfügige Verschiebungen der Vorjahre irgendwann konzentriert nachgeholt.

3. Was kann man gegen eine PKV Beitragserhöhung tun?

Versicherte müssen aufgrund der steigenden Lebenserwartungen und immer neueren medizinischen Möglichkeiten mit einer kontinuierlichen PKV Beitragserhöhung rechnen. Diese kann jedoch erst durchgeführt werden, wenn die kalkulierten und die tatsächlichen Beiträge sich um 10 Prozent unterscheiden. Wenn Kunden mit der Beitragserhöhung PKV nicht einverstanden sind, können sie über einen Wechsel in einen anderen Tarif oder gar über einen Wechsel PKV GKV nachdenken.

Wenn es zu einer Beitragserhöhung PKV kommt, haben Versicherte in der Regel verschiedene Optionen. Anzuraten ist, sich im Vorfeld mit einem Kundenberater der jeweiligen Versicherung zu beraten oder sich mit dem Ratgeber beste Private Krankenversicherung zu beschäftigen.

Versicherer wechseln

Versicherte können die Private Krankenversicherung wechseln. Hierbei lohnt sich der Wechsel allerdings nur für Personen, die erst wenige Jahre bei der PKV versichert sind. Ansonsten können inzwischen aufgetretene Krankheiten zu Risikoaufschlägen führen. Die Altersrückstellungen, können je nach Abschlusszeitpunkt der Versicherung, ganz oder teilweise verfallen.

Tarif wechseln

Der Tarifwechsel nach § 204 VVG innerhalb der Versicherung kann sich lohnen. Versicherte werden in diesem Fall ihre Altersrückstellung PKV nicht verlieren. Kunden können allerdings nur in gleichwertige Tarife wechseln, andernfalls kann die Versicherung den Wechsel verweigern. Ist ein Wechsel mit Mehrleistung gewünscht, können diese entweder ausgeschlossen oder durch eine erneute Gesundheitsprüfung gewährt werden.

Neben diesen beiden Optionen existieren weitere Möglichkeiten, mit denen ein Versicherungsnehmer der Anpassung entgegenwirken kann.

  • Selbstbehalt erhöhen: Versicherte können den Selbstbehalt erhöhen. Auf diese Weise lassen sich die Kosten der PKV deutlich senken. Dies lohnt sich allerdings für Angestellte nur begrenzt, da diese den Beitrag mit dem Arbeitgeber zusammen zahlen.
  • Leistungen senken: Auch der Verzicht auf Leistungen kann zu Einsparungen führen. Dennoch sollte der Versicherte hier gut abwägen, welche Einsparung sinnvoll ist und welche nicht. Kosten für reduzierte Leistungen müssen im Ernstfall selber getragen werden.
  • Wechsel zu GKV: Der Wechsel zur GKV ist mit strengen Auflagen verknüpft und nur möglich, wenn der Versicherte unter die Versicherungspflichtgrenze/JAEG fällt oder die Chance besteht, in eine gesetzliche Familienversicherung einzutreten. Für Personen ab dem 55. Lebensjahr wird der Wechsel in die GKV unmöglich.

Jede der Optionen kann Potenzial entfalten. Was sich lohnt, richtet sich nach den individuellen Rahmenbedingungen. Prinzipiell kommen Versicherte hier an einem Vergleich der privaten Krankenversicherungen nicht vorbei. Wichtig ist hier, dass die benötigten Informationen korrekt sind – um den persönlichen Vergleich optimal zuschneiden zu können.

4. Beitrag im Alter: Werde ich ihn dann noch zahlen können?

Regelmäßige Beitragsanpassungen sind in der PKV nicht ungewöhnlich. Trotzdem bleiben die Erhöhungen ungeliebt und sind gefürchtet. Die Frage, ob die Prämie irgendwann nicht mehr tragbar ist, stellt sich. An diesem Punkt sollen die PKV Altersrückstellungen eine übermäßige Belastung der Versicherten vermeiden.

Deren Einbehaltung übernehmen die Versicherer nicht freiwillig, sondern aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Über die Rückstellungen soll der Beitrag auch im höheren Alter zahlbar sein. Ausruhen sollte sich niemand auf dieser Tatsache, sondern im PKV Vergleich auch die Geschäftstätigkeit des Versicherer im Auge behalten.

Fazit: Beitragserhöhungen in der PKV können in Grenzen gehalten werden

Kunden der Privaten Krankenversicherung – wie zum Beispiel der Hanse Merkur Krankenversicherung – müssen immer wieder mit Beitragserhöhungen rechnen. Diese ergeben sowohl aus dem steigenden Lebensalter als auch aus dem medizinischen Fortschritt. Da Versicherungen per Gesetz dazu angehalten sind, jährliche Überprüfungen der geplanten und tatsächlichen Prämien durchzuführen, kommt es bisweilen zu PKV Beitragserhöhungen. Diese finden statt, wenn die Differenz bei über 10 Prozent liegt. In diesem Fall können Versicherte entweder den Tarif innerhalb der Versicherung ändern, zu einer anderen PKV gehen, ihre Leistungen senken oder zurück in die GKV wechseln.
Zusammenfassung
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Beitragserhöhung PKV
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