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Private Krankenversicherung – Tarife aus 2018 im Vergleich

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1. Die Private Krankenversicherung 2018: Infos, Rechner & mehr!

Was ist eine Private Krankenversicherung?

Die Private Krankenversicherung (PKV) ist neben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland eines der beiden Krankenversicherungssysteme. Ähnlich wie in anderen Ländern, haben auch die Menschen in Deutschland die Möglichkeit, zwischen einer Privaten Krankenversicherung und einer gesetzlichen Versicherung zu wählen. Die Private Krankenkasse kann dabei sowohl als Vollversicherung aber auch als Krankenzusatzversicherung abgeschlossen werden – je nachdem, welchem Personenkreis man angehört.

Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung sind Private Krankenversicherungen privatwirtschaftliche Unternehmen, die Krankenversicherungen als Produkte anbieten – nicht als öffentlich-rechtliches und steuerfinanziertes System, welches von der Gesamtbevölkerung über alle Altersgruppen getragen wird. Aktuell befinden sich etwas weniger als 9 Millionen Menschen (Stand: 2018) im Schutze einer PKV. An und für sich kann sich jede Personengruppe diesen Menschen anschließen und sich privat versichern – allerdings gibt es einige Voraussetzungen, die wir weiter unten näher beleuchten wollen.

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2. Worin liegt der Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung?

Die Unterschiede zwischen einer Privaten Krankenversicherung und der gesetzlichen Krankenversicherung sind recht grundlegend und in der Aufstellung des jeweiligen Systems zu finden. Während die GKV nämlich auf das sogenannte Solidarsystem setzt, sind die Privaten Krankenkassen als privatwirtschaftliche Unternehmen zu sehen, die Versicherungsprodukte zur Verfügung stellen. Bei diesen sorgt jeder Versicherte für sich und sein Risiko vor, nicht als Gemeinheit für alle.

Unterschiede im Überblick:

Private Krankenversicherung (PKV)
(Kostenerstattungsprinzip)
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
(Sachleistungsprinzip)
Ärzte rechnen direkt mit Patienten ab, die somit alle Infos zur Behandlung erhalten; Rechnungen werden von PKV erstattet. Bei größeren Beträgen oder Krankenhausaufenthalt erfolgt eine Direktabrechnung.

Beziehung: Arzt – Patient

Patient erhält von Arzt meist keine genaueren Details, da dieser direkt mit der GKV abrechnet. Dies führt dazu, dass nicht immer Klarheit herrscht, was warum verschrieben wird und was die Alternativen wären.

Beziehung: Arzt – Krankenkasse

Diese Ungleichheit zwischen den Versicherungssystemen spiegelt sich aber noch in einem ganz andern Aspekt deutlich schärfer wider. Schauen Sie nämlich einmal auf die Leistungen, die Ihnen in den zwei Systemen zustehen, erkennen Sie, dass die GKV gegenüber der Privaten Krankenversicherung häufig mit Abstrichen daherkommt. Dies ist vor allem § 12 SGB V bzgl. Behandlung und Medikamenten nach verfügbarem Budget zu verdanken.

Wie hat die Leistungserbringung auszusehen?

Leistungen in der PKV

Leistungen in der GKV

Der Patient kann frei entscheiden:

  • Welche Medikamente er bekommt
  • Welchen Arzt er aufsucht

Das führt dazu, dass der Patient stets Anspruch auf die aktuellsten und modernsten, sowie sichersten und wirkungsvollsten Behandlungsmethoden hat.

Gemäß § 12 SGB V hat eine Behandlung:

  • Ausreichend
  • Zweckmäßig
  • Wirtschaftlich

zu sein. Darüber hinaus darf sie nicht über das Maß des Notwendigen hinausgehen.

Für gesetzliche Versicherte ist dies natürlich ein herber Schlag ins Gesicht, denn durch gesetzliche Reformen können darüber hinaus noch Leistungskürzungen entstehen, die den ohnehin bereits sehr dünnen Anspruch schmelzen lassen. Bei der Privaten Krankenversicherung sieht es dagegen durch die vertraglichen Garantien besser aus. Viele Verträge enthalten auch Leistungskataloge, die mit der Zukunft gehen und sich stets um die neuesten Behandlungsmethoden erweitern.

Werfen wir nun noch einen Blick auf den Unterschied in der Finanzierung.

Finanzierung der PKV

Finanzierung der GKV

Bei der Privaten Krankenkasse kommt das „Kapitaldeckungsprinzip“ zum Einsatz, bei dem jeder Versicherte und jede Altersgruppe für sich selbst durch Altersrückstellungen vorsorgen. Höhere Gesundheitsausgaben der älteren Generation gehen also nicht zu Laste der Jüngeren.In der GKV wird auf das „Umlageprinzip“ gesetzt. Demnach sorgen möglichst viele junge Menschen für die Finanzierung der Kosten der älteren Generation. Wie dieses Prinzip bei der aktuellen Bevölkerungsentwicklung jedoch überhaupt funktionieren soll, weiß niemand. Die Folge sind hohe Kosten und geringe Leistungen.

Der demografische Wandel in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Was sollten Sie daraus mitnehmen?

  • Die PKV ist generationsgerecht
  • In der PKV stehen Sie an erster Stelle
  • Frei Arzt- & Behandlungswahl in der PKV
  • Mehr Überblick in der PKV durch Arzt-Patient-Beziehung

3. Welche Vorteile hat eine Private Krankenversicherung (PKV)?

Jede Versicherung in Deutschland hat eine bestimmten Zweck & Sinn. Die Private Krankenversicherung kommt dabei mit einer Vielzahl von Vorteilen, die weit über die bereits vorhandenen Systemvorteile hinausgehen.  Der wohl wichtigste Punkt ist jedoch die individuelle und hochwertige Absicherung der eigenen Gesundheit. Aber auch die Selbstbestimmung ist ein wichtiger Punkt.

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1. Hohe Leistungen in allen Bereichen

Ein für viele Versicherte sehr großer Wunsch ist der Erhalt maximaler und modernster Methoden zur Behandlung von Krankheiten. Kein Wunder, denn es geht um Ihren Körper und Ihre Gesundheit. Die Private Krankenversicherung in Deutschland sorgt dafür, dass dieser Wunsch wahr wird. So haben Privatversicherte häufig Anspruch auf moderne Behandlungen, neue Medikamente und bessere Hilfs- und Heilmittel als gesetzlich Versicherte.

Die sogenannten „Leistungskataloge“ gehen bei einer PKV zudem auch mit der Zeit und sind vertraglich garantiert. Der Zahnarzt ist hier häufig ein gutes Beispiel. Erhält der GKV-Patient in den meisten Fällen nur Amalgam erstattet, kann ein Privatpatient auch auf hochwertige Keramik- und Porzellan-Füllungen setzen. Aber auch das Lasern von Augen und die Übernahme von Heilpraktiker-Kosten sind nicht selten Argumente für eine Private Krankenversicherung.

2. Besserstellung als Privatversicherter

Entscheiden Sie sich für eine Private Krankenkasse können Sie davon ausgehen, dass Ihr Arzt Sie künftig besser behandeln wird. Natürlich erhalten GKV- und PKV-Patienten die gleichen notwendigen Leistungen, doch können Sie als Privatpatient meist schneller einen Termin erhalten (wenige Tage statt mehrere Monate Wartezeit) und häufiger die Behandlung durch einen Chefarzt oder Praxisleiter erwarten.

Tipp: Wenn Sie bei einer telefonischen Terminvereinbarung die besseren Termine eines Privatpatienten erhalten wollen, weisen Sie zu Beginn des Telefonats einfach auf Ihren Versicherungsstatus hin. In der Regel werden Sie merken, dass Ihre Termine nun deutlich zügiger stattfinden.

3. Freie Arztwahl & Höchster Hebesatz

Sind Sie bei einer gesetzlichen Versicherung, haben Sie keine komplett freie Arztwahl – zumindest nicht, wenn Sie Kosten übernommen bekommen müssen. Hier sind Sie nämlich auf Ärzte angewiesen, die mit den Kassen abrechnen. Als Privatpatient können Sie grundsätzlich jeden Arzt aufsuchen. Noch dazu übernehmen die meisten Privatversicherungen auch Kosten bis zum max. Hebesatz von 3,5 nach GOÄ und darüber hinaus. Das hat den Vorteil, dass Sie komplett nach guter Qualität und nicht nach Vorgabe einer Krankenversicherung entscheiden können, wie es um Ihre Gesundheit bestellt ist.

4. Anspruch auf Ein- & Zweibettzimmer

Gesetzlich Versicherte haben grundsätzlich lediglich Anspruch auf eine normale Unterbringung im Mehrbettzimmer eines Krankenhauses. Gerade dort ist die Genesung jedoch besonders schwierig, da Sie gemeinsam mit Schwerkranken untergebracht werden könnten, die Familie empfangen, lautere Geräte brauchen etc. Als Mitglied der Privaten Krankenversicherung haben Sie häufig bereits eine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer eines Krankenhauses inkl. Chefarzt-Behandlung enthalten. Zudem erhalten Sie Geld von Ihrer Krankenkasse für den Aufenthalt im Krankenhaus und müssen hierfür auch nichts zahlen. Krankentagegeld kann extra beantragt werden.

5. PKV-Tarife meist deutlich günstiger als GKV

Ein weiterer, sehr elementarer, Punkt ist die Tatsache, dass die Privat Krankenversicherung meist deutlich günstiger ist als der Beitrag zur GKV. Gerade bei steigendem Einkommen können die Beiträge der gesetzlichen KV bis hin an die 700 Euro monatlich steigen – und das trotz der Tatsache, dass in vielen Belangen noch zugezahlt werden muss. In der PKV sind dagegen Alter, persönlicher Gesundheitszustand und Leistungswunsch wichtig. Selbst ein 30-Jähriger kann auf diese Weise für nur 320 Euro monatlich bestens abgesichert werden.

Wichtigste Vorteile der PKV im Überblick:

  • Höhere Leistungen als in der GKV
  • Besserstellung des Patienten
  • Freie Arztwahl & Erstattung bis zum Höchstsatz
  • Anspruch auf Ein- & Zweibettzimmer
  • PKV-Tarife meist günstiger als in GKV

4. Welche Nachteile hat eine Private Krankenversicherung (PKV)?

Neben Vorteilen hat eine Private Krankenversicherung auch individuelle „Nachteile“, die sich von Person zu Person unterscheiden können. Sie sollten daher vorher klar abwiegen, ob eine PKV Sinn macht oder eher nicht. Im Folgenden wollen wir einmal auf die Nachteile einer Privaten Krankenversicherung eingehen, die sich für Sie ergeben können. Einen der am häufigsten genannten Nachteile können wir jedoch direkt entkräften – eine PKV ist definitiv „kündbar“, sodass der Wechsel zurück in die Gesetzliche Krankenkasse möglich ist.

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1. Kosten müssen vorverauslagt werden

Da eine Private Krankenversicherung eine Direktbeziehung zwischen Arzt und Patient darstellt, müssen Kosten in den meisten Fällen durch den Versicherten vorverauslagt werden. Ist die Rechnung vorhanden, kann der Betrag innerhalb von 14 bis 30 Tagen auf dem eigenen Konto ankommen, wenn dieser direkt beim Versicherer angezeigt wird. Sie sollten daher schauen, dass Sie stets flüssig genug sind, um etwaige Kosten zu decken.

Wichtig: Kosten für den Aufenthalt im Krankenhaus oder größere Operationen werden direkt mit der PKV abgerechnet. Hier brauchen Sie keine Sorge habe, 10.000 Euro oder mehr zu zahlen – an dieser Stelle steht Ihnen Ihre Private Krankenversicherung zur Seite.

2. Höhere Beiträge bei spätem Beitritt

Damit die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung im Alter stabil bleiben und nicht ansteigen, werden heutzutage sogenannten „Altersrückstellungen“ gebildet. Diese dienen dazu, den privat Versicherten zu entlasten. Wer jedoch erst im höheren Alter (also mit 40 Jahren oder mehr) in die PKV wechselt, muss damit rechnen, dass die Beiträge etwas steiler ansteigen, da nicht genug individuelle Rücklagen gebildet werden konnten. Hier muss abgewogen werden, wie viel im Vergleich dazu eine GKV kosten würde.

3. Wechsel ab dem 55. Lebensjahr schwer

Wie bereits erwähnt, ist der Wechsel zurück in die GKV jederzeit möglich. Entweder durch Annahme eines Angestelltenverhältnisses, Unterschreiten der JAEG oder durch Arbeitslosmeldung. Auch die freiwillige Mitversicherung in der Familienversicherung des Ehepartners ist möglich. Sollte jedoch bereits das 55. Lebensjahr überschritten worden sein, ist der Wechsel nur bedingt möglich. Sie müssen in die Familienversicherung des Partners wechseln und weniger als 425 Euro monatlich verdienen bzw. weniger als 450 Euro bei einem Minijob.

Nachteile der PKV im Überblick:

  • Kosten für Ärzte werden vorverauslagt
  • Später Beitritt kann höhere Beiträge verursachen
  • Wechsel ab dem 55. Lebensjahr sehr schwer

5. Welche Voraussetzungen hat eine Private Krankenversicherung?

Um in eine Private Krankenversicherung eintreten zu können, müssen Sie natürlich auch unterschiedliche Voraussetzungen erfüllen. Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung hat nämlich nicht jede Personengruppe ein Anrecht auf Versicherungsschutz. Wenn Sie allerdings die Voraussetzungen erfüllen, kann Sie keine Versicherung ablehnen. Übrigens: Eine Untersuchung durch einen Arzt ist nicht Pflicht um in eine PKV einzutreten. Die Beantwortung einiger Fragen reicht bereits.

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Wer in eine Private Krankenkasse eintreten möchte, muss Fragen beantworten und zudem einige individuelle Voraussetzungen erfüllen. Im Folgenden geben wir einen Überblick, welche Personengruppen in die PKV eintreten können:

  • Angestellte/Arbeitnehmer müssen für eine Mitgliedschaft in der Private Krankenversicherung Deutschland die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) überschreiten. Diese liegt mit Stand 2018 bei 59.400 Euro brutto jährlich – das entspricht 4.950 Euro brutto monatlich. Wer diese Summe oder mehr für 1 Jahr verdient hat, darf einer Privaten Krankenversicherung beitreten. Hierfür kann der PKV Rechner auf Versicherungen-online.de genutzt werden. Berücksichtigt werden Gehalt, regelmäßige Bonuszahlungen, Sachbezüge, vermögenswirksame Leistungen, eine pauschale Vergütung für Überstunden sowie das Arbeitsentgelt von einer Zweitbeschäftigung.Der Arbeitgeber übernimmt übrigens 50 Prozent der anfallenden Monatsbeiträge bis hin zum maximalen Beitrag, der in der gesetzlichen KV anfallen würde. Ist dieser noch nicht ausgeschöpft, können auch Familienmitglieder bezuschusst werden.
  • Beamte, Beamtenanwärter, Richter und andere verbeamtete Personen des öffentlichen Dienstes können generell in die PKV eintreten und bekommen bereits 50 bis 80 Prozent der Leistungen vom Dienstherrn erstattet. Die übrigen Kosten erstattet dann die Private Krankenkasse mit Hilfe der sogenannten Beihilfetarife.
  • Selbstständige und Freiberufler sind ebenfalls versicherungsfrei, solange ihre Beschäftigung hauptberuflich ist. Freiberufler müssen aufpassen, dass Ihre Arbeit nicht eine künstlerische Tätigkeit darstellt, dann könnten noch einmal besondere Aspekte hinzukommen. Andernfalls ist eine Versicherung in der Privat Krankenversicherung kein Problem.
  • Ärzte, Apotheker, Studenten und andere Sondergruppen haben ebenfalls das Recht auf eine PKV unterliegen aber unterschiedlichen Voraussetzungen (angestellt, selbstständig, etc.) und bekommen darüber hinaus häufig sogar Sondertarife mit besonderen Konditionen angeboten.
  • Kinder und Babys sind grundsätzlich versicherungsfrei und können entweder in der GKV (Familienversicherung oder freiwillig) bzw. in der PKV privat versichert werden. Eltern haben hier also die freie Wahl, wie sie bei ihren Nachkommen vorgehen.

Gesundheitsfragen nicht vergessen

Wie bereits erwähnt müssen darüber hinaus beim Antrag noch einige wichtige Gesundheitsfragen beantwortet werden. Da in der Privaten Krankenversicherung die Beiträge unter anderem durch das individuelle Risiko eines Versicherten errechnet werden, muss die Versicherung einiges über Sie wissen.

Bei einer Krankenvollversicherung können folgende Fragen typisch sein:

  • Alter, Körpergröße, Gewicht; Zustand von Zahn, Ohren, Augen
  • Arbeits(un)fähigkeit
  • Aktuell eingenommene Medikamente
  • Chronische Krankheiten, Störungen, Unfallfolgen, Beschwerden
  • Suchtprobleme & -behandlungen?
  • HIV-Infektion?
  • Ambulante oder stationäre Krankenhausaufenthalte?
  • Geplante ambulante oder stationäre Aufenthalte?
  • Operationen am eigenen Körper?
  • Aktuell in psychischer Behandlung?
  • Kur- & Sanatoriumsbehandlungen gehabt?
  • Bestehende Behinderungen körperlicher o. geistiger Art; Sterilität, Organfehler usw.
  • Zuvor bei einer anderen PKV unter Vertrag?
  • Warum wird der Vertrag gewechselt (Kündigung, Beendigung, Tarif etc.)?

Wenn eine Frage mit „Ja“ beantwortet wird, werden in der Regel nähere Angaben und/oder Unterlagen notwendig. Dies beinhaltet unter anderem Papiere, die Krankenhausaufenthalte darlegen, die Ergebnisse von OPs schildern usw. Bitte denken Sie, dass diese Fragen kommen können, aber nicht müssen. Es hängt auch von Ihrem Eintrittsalter ab.

Wichtig: Unter keinen Umständen dürfen Sie dem Versicherer etwas verschweigen oder sogar lügen. Sollte es später zu einem Versicherungsfall kommen, bei dem eine nicht angezeigte Vorerkrankung entscheidend ist, kann der Versicherer – erfährt er dies – nach § 19 Abs. 2 VVG vom Vertrag zurücktreten. Sie bleiben in diesem Fall auf den Kosten sitzen!

6. Für wen ist eine Private Krankenversicherung (PKV) sinnvoll?

Nachdem Sie nun wissen, für wen eine Private Krankenversicherung grundsätzlich möglich ist, gilt es die Frage zu beantworten, für wen sie sinnvoll ist. Nur, weil es Ihnen möglich ist eine PKV zu beantragen, muss dies nicht auch unbedingt sinnvoll sein. Deshalb wollen wir einen Blick auf all die Umstände werfen, die eine PKV sinnvoll erscheinen lassen oder eben nicht.

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Für wen ist eine PKV sinnvoll?

Eine PKV ist in jedem Fall für alle Menschen sinnvoll, die jung und gesund sind. In diesem Fall ist nahezu uneingeschränkt eine private Krankenversicherung anzuraten. Über die Jahre werden wertvolle Altersrückstellungen gebildet, die Beiträge sind häufig gering und Sie erhalten eine sehr gute Absicherung. Aber auch Personen bis zum 35. Lebensjahr können noch recht bequem in die PKV wechseln.

Vor allem Angestellte, die – sobald Sie über die JAEG rutschen – ohnehin dauerhaft sehr hohe GKV-Beiträge zahlen müssten, kommen mit der Privaten Krankenversicherung günstiger weg. Beamten ist der Weg in die PKV ebenfalls zu empfehlen. Durch die Beihilfe und die Absicherung der Familie mit einem privaten Schutz gewinnt die PKV noch deutlich mehr an Attraktivität.

Aber auch Selbständige und Freiberufler sollten sich mit der Thematik auseinandersetzen. Grund hierfür sind die recht hohen Mindestbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese beginnen je nach Krankenkasse bei ca. 320 Euro. Sollten Sie gerade anfangen sich eine Existenz aufzubauen, kann ein solcher Betrag erheblich belasten. Die Absicherung in der PKV ist dagegen bereits ab 100 Euro monatlich zu haben. Nach wenigen Jahren ergeben sich hierbei schon enorme Unterschiede.

Für wen ist eine PKV nicht sinnvoll?

Sollten sie an schweren chronischen Krankheiten, größeren Vorerkrankungen oder psychischen Problemen leiden, könnte die PKV nicht die passende Lösung sein. Viele Leistungen würden aus Gründen des Versicherungsrisikos ausgenommen oder stark bepreist werden. Das kann dazu führen, dass der Beitrag nicht mehr in einem guten Leistungsverhältnis steht und Sie in der GKV besser aufgehoben wären. Auch, wenn Sie z.B. nur temporär über die JAEG rutschen und wissen, dass Sie wieder darunterfallen werden, kann es sinnvoll sein, in der GKV zu bleiben.

7. Wann schließt man eine Private Krankenversicherung ab?

BU ZusatzleistungenDa eine Private Krankenversicherung gewisse Eingangsvoraussetzungen hat, ist der Zeitpunkt des „Wann?“ nicht genau festzulegen – dieser ist schlichtweg bei jeder Person zu einem anderen Zeitpunkt. Selbständige, Beamte, Studenten und Kinder können direkt eine PKV abschließen und Angestellte müssen auf das Überschreiten der JAEG warten. Fest steht, dass die Krankenversicherung in Deutschland eine sogenannte „Pflichtversicherung“ ist. Also eine vom Gesetzgeber zwingend vorgeschriebene Absicherung, wie z.B. auch die KFZ-Versicherung. Im Idealfall sollten Sie jung und gesund in die Private Krankenversicherung gehen. Doch auch ab 30 Jahren und später ist der Wechsel in die PKV immer noch sinnvoll durchführbar.

8. Wie viel kostet eine Private Krankenversicherung?

Bereits bei den Vorteilen haben wir erwähnt, dass die Kosten der Privaten Krankenversicherung durchaus erheblich geringer ausfallen können als in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Werfen wir doch einmal einen Blick auf eine Beispielrechnung mit dem PKV Rechner, die das System der GKV und PKV gegenüberstellt.

Tarif-Rechenbeispiel für die Private Krankenversicherung

Für die Beispielrechnung nutzen wir die Hannoversche Comfort BU. Simuliert wird eine 25 Jahre alte Person, Single ohne Kinder und Nichtraucher. Mit 75% wird eine recht hohe Absicherung gewählt, die aber durchaus sinnvoll ist. Bei der Hannoverschen kann in den ersten 5 Jahren zudem der Starter Tarif bei 100% Leistung genutzt werden.

 

Rechenbeispiel anhand von AktiMed Plus:

  • Alter: 30 Jahre, angestellt, Vollversicherung
  • Versicherungsbeginn: 01.10.2018
  • Arztprinzip: Primärarztprinzip wählbar
  • Heilpraktiker: 1.000 Euro/Jahr
  • Sehhilfen: 250 Euro/2 Jahre
  • Krankenhaus: 100%, Zweibettzimmer, Chefarzt
  • 100-prozentige Erstattung für ärztliche Leistungen
  • 75-prozentige Erstattung für Zahnersatz & Kieferorthopädie
TarifSB/Jahrmonatl. Beitrag*
AktiMed Plus 90 P10% bis max. 500 Euro232,99 Euro (+AG-Anteil)
AktiMed Plus 70 P30% bis max. 1000 Euro207,49 Euro (+AG-Anteil)

*Die dargestellten Werte dienen ausschließlich zu Illustrationszwecken, die Werte können nicht garantiert werden.

Angenommen die hier für die Beispielrechnung genutzte Person hat ein monatliches Bruttoeinkommen von 3.500 Euro.

Dann sieht die komplette Monatsrechnung, wie folgt aus:

500 Euro – 702,83 Euro Einkommensteuer – 38,65 Euro Soli = 2.758,52 Euro

Für den Tarif HUK SelectPro1 würden Kosten von 348,26 Euro mon. auf ihn zukommen. Für den Fall, dass er den Selbstbehalt ausreizt, würden rechnerisch noch einmal 25 Euro mon. hinzukommen (300 Euro / 12 Monate). Insgesamt ergibt dies Kosten von 373,26 Euro monatlich.

Sein neues „PKV Nettogehalt“ liegt bei 2.385,26 Euro.

Doch wie sieht es aus, wenn dieselbe Person in der Gesetzlichen Krankenversicherung untergebracht ist? Werfen wir einmal einen Blick auf die Berechnung des Beitrags:

Bei einem mon. Bruttoeinkommen von 3.500 Euro ergibt sich z.B. in der TK ein Monatsbeitrag von 525,00 Euro.

Sein neues „GKV Nettogehalt“ liegt somit bei 2.233,52 Euro.

Das Interessante daran ist, dass dieser Beitrag in der GKV noch einmal auf bis zu 652,50 Euro im Monat ansteigen kann, sollte der Selbständige auf ein Monatsbrutto von 4.950 Euro kommen. Der Beitrag in der PKV dagegen ist an sein Alter und die Leistungen gebunden und somit klar strukturiert. Eine Erhöhung aufgrund der Gehaltssteigerung findet nicht statt.

Wichtig: Genau dasselbe passiert natürlich auch bei Angestellten. Statt den Maximalbeitrag zahlen zu müssen, kann hier bares Geld durch den Beitritt zur PKV gespart werden. Das übrige Geld wird dann in Form von Nettolohn mit ausgezahlt. Hierbei sollte auch beachtet werden, dass man nicht nur spart, sondern in den Tarifen auch deutlich bessere Leistungen als in der gesetzlichen Krankenkasse hat.

9. Welche Leistungen bietet eine Private Krankenversicherung?

Die Leistungen in der Privaten Krankenversicherung sind nicht nur vielfältig, sondern auch äußerst umfangreich. Der Vergleich mit der gesetzlichen Krankenversicherung zeigt zudem, dass teilweise ein enormer Unterschied besteht. Wichtig zu verstehen ist außerdem, dass die Leistungen einer PKV vertraglich garantiert sind, während in der GKV der Gesetzgeber mit neuen Gesetzen immer wieder Umfang und Leistungen verändern bzw. anpassen kann. Welcher Tarif dabei welche Kosten mit sich bringt, zeigt ein Private Krankenversicherung Rechner.

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Grundlegende Leistungen

Ärzte rechnen in Deutschland nach sogenannten Hebesätzen der GOÄ (Gebührenordnung der Ärzte) ab, die ein Vielfaches der grundlegend festgelegten Kosten darstellen. Während die gesetzlich Krankenversicherung meist nur bis zum 2,3-fachen Hebesatz abrechnet, geht die PKV weiter und erlaubt auch den maximalen Hebesatz von 3,5 nach GOÄ. In begründeten Fällen ist sogar eine Abrechnung darüber hinaus erstattbar. Dies erlaubt eine deutlich freiere Arztwahl und modernere Behandlung.

Wenn Sie in der Privaten Krankenversicherung Deutschland versichert sind, können Sie zu jedem Arzt Ihrer Wahl gehen. Kassenpatienten sind dagegen darauf angewiesen, dass ihr Arzt mit der GKV abrechnet. PKV-Patienten können somit frei entscheiden, von wem sie sich behandeln lassen und welche Behandlungen sie demnach erhalten. Auch benötigen Sie nicht zwingend eine Überweisung (Primärarztprinzip).

Eigentlich alle Tarife der privaten Krankenkassen enthalten Leistungen im ambulanten Sektor. Gemeint sind damit die Leistungen, die bei einem Arzt erbracht werden, der ohne stationären Aufenthalt aufgesucht wird (Hausarzt, Frauenarzt, Facharzt, etc.). In einer PKV kann – anders als in einer GKV – in sogar dem Basistarif mit einer 100-prozentigen Erstattung aller Kosten gerechnet werden. Entweder bis zum 3,5-fachen des GOÄ oder sogar höher.

Je nachdem, ob die gewählten Tarife ein Primär- und Facharztprinzip enthalten, benötigt man als privat Versicherter eine Überweisung zum Facharzt oder nicht. Besitzt man ersteres Prinzip und holt sich diese nicht, übernimmt die Privat Krankenversicherung meist nur 70 bis 90 Prozent der Kosten.

Im stationären Sektor ist die gesetzliche Krankenversicherung der PKV fast noch stärker „unterlegen“. Der Grund: Die Private Krankenversicherung Deutschland übernimmt hier nicht nur 100% der anfallenden Kosten, sondern bietet auch die Möglichkeit der Unterbringung im Ein- und Zweibettzimmer. Dies ist in der GKV meist nur über eine Zusatzversicherung möglich, während ein solcher Schutz in der PKV in der Krankenvollversicherung steckt. Dies gilt auch für die Chefarzt-Behandlung.

Als Zusatz steht privat versicherten Patienten auch das Aufsuchen der sogenannten Privatkliniken frei. Dies sind meist hochwertig ausgestattete und mit einem besseren Personal-/Patient-Verhältnis versehene Kliniken, die den Aufenthalt durchaus angenehmer gestalten können. Nahezu alle Tarife im Private Krankenversicherung Rechner erlauben das Aufsuchen einer solchen Einrichtung.

Den Zahnersatz hat der Versicherer aufgrund anderer Kostenstrukturen als Extrapaket ausgelagert. Während bei der Zahnbehandlung zumeist 100 Prozenterstattet werden, sind für den Zahnersatz zwischen 75 bis 90 Prozent üblich. Anders als in der GKV werden bei der PKV aber auch hochwertige Inlays und aufwendige Behandlungen erstattet, ohne, dass dafür eine Zusatzversicherung nötig wäre.

Wichtig: Viele Krankenversicherer haben eine sogenannte Zahnstaffel im Einsatz. Diese sieht vor, dass der Maximalbetrag für die Erstattung von Zahnersatz erst nach einer gewissen Anzahl von Beitragsjahren erstattet wird. Meist kann dies durch Nachweis eines Checkhefts umgangen werden.

Als Mitglied einer PKV haben Sie in nahezu allen Tarifen einen Anspruch auf 100% Kostenerstattung bei Heil- und Hilfsmitteln, sowie Medikamenten (teilweise ohne Beschränkung auf Generika). Da der Leistungskatalog an Medikamenten meist nicht näher beschränkt ist, kann Ihnen der Arzt auch die modernsten und neuesten Arzneimittel verschreiben. Eine Zuzahlung wie in der GKV ist in der Regel nicht nötig.

Wichtige Zusatzleistungen

Die sogenannten Heilpraktiker rechnen in Deutschland nach dem GoH (Gebührenordnung für Heilpraktiker), welches die GKV nicht unterstützt. In der privaten Krankenversicherung kann dagegen mit der Übernahme von Leistungen von bis zu 100% gerechnet werden – je nach Tarif. Heilpraktiker gibt es in vielfältigen Weisen. Einige Tätigkeitsfelder sind: Chiropraktik, Physiotherapie, Homöopathie, Phytotherapie, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) etc.

Sollten Sie einmal einen Psychologen benötigen, übernimmt die Privat Krankenversicherung (je nach Tarif) bis zu 50 aufeinanderfolgende Sitzungen zu 100% oder sogar Einweisungen in spezialisierte Kliniken, die sich z.B. mit der Bekämpfung von Süchten & anderen psychischen Störungen beschäftigen.

Zu den sogenannten Hilfs- & Heilmitteln gehören Rollstühle, Gehhilfen, Massagen, Ergotherapien, Logopädische Maßnahmen und vieles mehr. Abgerechnet werden diese nach dem Hilfs- und Heilmittelkatalog, der in den meisten Privaten Krankenversicherung stätig aktualisiert wird. So haben Sie die Chance immer Zugriff auf die neuesten Hilfs- und Heilmittel zu bekommen. Eine Übernahme der Kosten kann hier bis zu 100% stattfinden. In der GKV sind dagegen meist größere Zuzahlungen oder gar komplette Kostenübernahmen zu erwarten.

Sehhilfen stellen in der Privat Krankenversicherung einen Sonderfall dar. Die meisten Privaten Krankenkassen erstatten in einem Turnus von 3 oder 5 Jahren Kosten für eine Brille bis zu 300 Euro. Je nach Tarif können der Turnus kürzer und die Leistungshöhe größer sein. Anders als in der GKV können zudem auch Kosten für eine LASIK-Therapie (Augenlasern) übernommen werden.

Viele Patienten wollen nicht in einem Mehrbettzimmer untergebracht werden, was in der gesetzlichen Absicherung jedoch Gang und Gebe ist. In der PKV brauchen Sie hiervor keine Sorge zu haben. Sie können sowohl das Ein- oder Zweibettzimmer im Tarif inkludieren, sowie die Behandlung durch einen Chefarzt. Sollten Sie im Krankenhaus auf Letztere verzichten, erhalten Sie sogar täglich einen Geldbonus dafür.

Individuelle Leistungen

Damit die Beiträge in der PKV selbstbestimmt angepasst werden können, gibt es den sogenannten Selbstbehalt. Diese Summe (meist zwischen 300 und 1.200 Euro jährlich) muss pro Kalenderjahr aus eigener Tasche gezahlt werden, bevor die Private Krankenkasse einspringt. Wenn man leistungsfrei bleibt, gibt es im Folgejahr eine Beitragsrückerstattung, die mit jedem leistungsfreien Jahr steigt.

Für Selbständige und auch Arbeitnehmer kann der Krankenhauszwang bedeuten, dass wichtiges Geld fehlt. Mit dem Krankentagegeld kann dies ausgeglichen werden. Ab wann dieses gezahlt werden soll (meist ab dem 43. Tag) legen Sie selber fest – auch den Tagessatz. Diese Absicherung ist in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung für den mittelfristigen Arbeitsausfall.

Viele Private Krankenkassen bieten kostenlose Untersuchungen für Ihre Versicherten, die in erster Linie der Vorsorge dienen. Schließlich hat die Krankenversicherung ein Interesse daran, dass Sie gesund sind. Je nach Alter gibt es daher kostenlose Untersuchungen (Selbstbehalt spielt hier keine Rolle) für Krebsvorsorge, Organfunktionstests, Allgemeine Checks usw. Letztere können auch als Gesundheitstest dienen und mit einem Rabatt auf den monatlichen Beitrag einhergehen.

10. Ist die Private Krankenversicherung auch im Ausland nutzbar?

Sollten Sie einen neueren Vertrag für eine Private Krankenversicherung abschließen oder abgeschlossen haben, ist ein Versicherungsschutz für das Ausland (beschränkt auf 6 Monate) meist enthalten. Allerdings ist dieser Schutz meist regional begrenzt. Während die eine Versicherung Ihnen einen weltweiten Schutz einräumt, ist bei der anderen nur die EU abgedeckt. Gerade die Vereinigten Staaten von Amerika werden häufig exkludiert, da diese im Weltvergleich exorbitant hohe Arzt- und Medikamentenkosten haben. Hier kann es sinnvoll sein eine spezielle Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

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Anders sieht dieser Sachverhalt aus, wenn Sie planen Ihren Lebensmittelpunkt in das Ausland zu verschieben. Sobald der Zeitraum abgelaufen ist, greift der Schutz der PKV nicht mehr, die zudem grundsätzlich einen Wohnsitz in Deutschland vorsieht. Für Menschen mit Auswanderungswillen, die aber den deutschen Versicherungsschutz haben wollen, gibt es spezielle Auslandskrankenversicherungen, die auf bis zu 5 Jahre befristet sein können (z.B. bei 2-jährigen Berufsauslandsaufenthalten) und deutschen Standard bieten. In allen anderen Fällen müssen jedoch Versicherungen vor Ort abgeschlossen werden.

11. Kann man eine Private Krankenversicherung kündigen?

Wie bei jeder anderen Versicherung kann auch die PKV nahezu ohne Probleme gekündigt werden. Jedoch gilt es die Versicherungspflicht zu beachten, nach der jeder Bundesbürger eine Krankenversicherung vorzuweisen hat. Das bedeutet: Bevor gekündigt wird, muss die neue PKV bereits bereitstehen. Aber auch der Wechsel zurück in die Gesetzliche KV ist möglich, muss aber genauso vorher organisiert werden.

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Die Verträge mit einer Privaten Krankenkasse werden meist für 12 Monate geschlossen. Wenn Sie die Private Krankenversicherung kündigen wollen, müssen Sie eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Vertragsende einhalten. Umgangen werden kann diese nur, wenn Sie einer Erhöhung des Selbstbehalt oder des monatlichen Beitrags entgegenblicken – dann haben Sie ein Sonderkündigungsrecht nach § 205 VVG. In jedem Fall muss bereits ein neuer Versicherungsschutz vorliegen (PKV oder GKV), zu dem reibungslos gewechselt werden kann. Liegt kein Nachweis über die Folgeversicherung vor, ist eine Kündigung nicht möglich.

Sonderfall Auswandern: Sollten Sie Deutschland verlassen und innerhalb der EU/EWR bleiben, ändert sich in der Regel nichts, da der Versicherungsschutz auch hier Anwendung findet. Wandern Sie in das EU-Ausland aus, dann endet der Vertrag mit dem Tag, an dem Sie nicht mehr in Deutschland gemeldet sind.

Beachten Sie in jedem Fall, dass Sie die angesparten Altersrückstellungen bei einem Wechsel in eine andere PKV anteilig verlieren und beim Wechsel in die GKV komplett. Sollten Sie wissen, dass Sie wieder zurück in die PKV wechseln werden, können Sie die Rückstellungen auch stunden lassen. Dies funktioniert aber nur für eine begrenzte Zeit.

Kündigung der PKV im Überblick:

  • Kündigungsfrist beträgt in der Regel 3 Monate
  • Sonderkündigung bei Beitragserhöhung möglich
  • Nachweis über neue Versicherung muss vorliegen
  • Altersrückstellungen bei Kündigung beachten

12. Ist der Wechsel zur gesetzlichen Krankenversicherung möglich?

Kurz und knapp: Ja. Der Wechsel ist dabei nicht einmal sonderlich schwer, will aber trotzdem gut geplant sein. Insgesamt stehen Ihnen hierfür zwei unterschiedliche Methoden zur Verfügung, die beide genauso gut funktionieren. Wichtig zu verstehen ist jedoch, dass sämtliche Leistungen nun wieder auf GKV-Niveau sind und die angesparten Altersrückstellungen wegfallen – nur bei einem geplanten Rückwechsel in die PKV können diese gestundet werden.

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Methode #1: Arbeitnehmerverhältnis unter JAEG

Sollten Sie als Selbstständiger zurück in die Position eines Arbeitnehmers unter der JAEG wechseln, können Sie in die GKV. Gleiches gilt für Angestellte, die in Ihrer Beschäftigung unter die JAEG fallen – in diesem Fall ist ein Wechsel sogar Pflicht. Nach § 205 Abs. 2 VVG können Privatversicherte hier bis zu drei Monate rückwirkend kündigen und sind nicht an die Fristen einer ordentlichen Kündigung gebunden.

Methode #2: Familienversicherung des Ehegatten

Wenn Ihr Ehepartner in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, können Sie Ihre Selbständigkeit beenden und beitragsfrei mitversichert werden. Jedoch dürfen Sie hierfür keine Einkünfte über 425 Euro im Monat oder bei einem Minijob über 450 Euro im Monat haben. Sollten Sie im späteren Verlauf wieder eine Selbständigkeit starten, müssen Sie sich freiwillig gesetzlich versichern, müssen aber nicht in die PKV zurück.

Methode #3 (Härtefälle): Arbeitslos oder Ausland

Für die besonderen Härtefälle gibt es zwei Wege, die jedoch etwas hart sind. Entweder melden Sie sich arbeitslos und empfangen ALG I bzw. II und wechseln somit zurück zur GKV oder aber Sie wandern in das Ausland aus, um sich dort versichern zu lassen. Da viele Privatversicherungen mittlerweile im EU/EWR-Raum weiterlaufen, ist der Wechsel ins EU-Ausland nötig. Nach 12 Monaten könnten Sie zurückkehren und in Deutschland innerhalb von 3 Monaten in die GKV eintreten.

13. Kann ich die Private Krankenkasse oder den Tarif wechseln?

Ab und zu kann es der Fall sein, dass Sie sich bei Ihrer PKV nicht mehr sonderlich wohlfühlen. In diesem Fall ist die Nutzung eines Private Krankenversicherung Rechner sinnvoll, der zeigt, was die Tarife bei anderen Versicherungen oder in der eigenen PKV kosten würden. Denn nicht immer muss direkt die gesamte Versicherung gewechselt werden. Was viele nicht wissen, ist, dass nach § 204 VVG das Anrecht auf einen internen Tarifwechsel besteht.

Der Tarifwechsel in der Privaten Krankenversicherung

Ein Wechsel innerhalb der Gesellschaft bringt viele Vorteile mit sich:

  • Keine erneute Gesundheitsprüfung (außer bei Mehrleistung)
  • Altersrückstellungen werden komplett übernommen
  • Wechsel ist schnell und problemlos möglich

Wenn es jedoch nicht anders geht und Sie unbedingt den Privaten Versicherer wechseln müssen, dann macht die Nutzung eines Private Krankenversicherung Rechner durchaus Sinn. Dieser zeigt, wie viel eine andere Versicherung kosten würde und welche Leistungen Sie erwarten können. Natürlich sind diese Ergebnisse unverbindlich und kostenlos – nutzen tun sie in diesem Fall aber sehr.

14. Können die PKV Beiträge später erhöht oder gesenkt werden?

Beiträge einer Versicherung unterliegen einer dauernden Schwankung. Das hat in den meisten Fällen mit teureren Behandlungen, den höheren Lebenserwartungen und moderneren Hilfsmitteln zu tun. In der PKV verhält sich dies dabei nicht anders wie in der Gesetzlichen Krankenkasse. Im Durchschnitt der letzten Jahrzehnte kann mit einer jährlichen Beitragssteigerung von ca. 2,00% gerechnet werden. Wer also im Alter von 25 Jahren einen PKV-Beitrag in Höhe von 150 Euro zahlt, muss in 40 Jahren mit einem Beitrag von 331,21 Euro rechnen. Natürlich ist dies nur ein Beispiel, das auch von anderen Punkten abhängig ist.

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Hierbei gilt es zu bedenken, dass bei Nichtinanspruchnahme von Versicherungsleistungen jährlich nach wie vor ein Teil der Beiträge zurückerstattet wird – damit fallen die Erhöhungen der Beiträge noch einmal weniger ins Gewicht. Dank der Altersrückstellungen werden die Erhöhungen im Rentenalter zudem geringer ausfallen oder sogar gänzlich wegfallen. Somit ist gerade in der Zeit, in welcher Sie das Einkommen nicht mehr wirklich steigern können, für Sicherheit gesorgt.

Senkungen eher unwahrscheinlich

Eine Senkung des Monatsbeitrags ist eher unwahrscheinlich. Dies liegt vor allem an den bereits genannten Modernisierungen der Behandlungen, Medikamente und Hilfsmittel, welche die Versorgung stetig teurer werden lassen. Es gilt daher dies schon vorab zu beachten und eine entsprechende Absicherung zu wählen. Dank der Beitragsrückerstattung und der vergleichsweise geringen Monatsbeiträge (im Vergleich zur GKV) entfaltet sich hier dennoch viel Potential bei der PKV.

Was tun, wenn der Beitrag zu hoch wird?

Weiter oben haben wir bereits darüber gesprochen, wie Sie z.B. in die gesetzliche KV wechseln könnten. Doch nicht immer ist dies möglich oder gewollt. Für diesen Fall gibt es die sogenannten Basis- und Notfalltarife. Im Basistarif erhalten Sie GKV-Leistungen zum Maximalbeitrag einer GKV. Höher darf dieser nicht ausfallen. Der Notfalltarif wird von der Versicherung automaisch in Kraft gesetzt, wenn Sie mehrere Monate im Rückstand sind. In diesem Fall liegt der Beitrag zwischen 100 und 200 Euro und es werden nur noch Krankenhaus- und Akut-Behandlungen übernommen.

15. Was sind Altersrückstellungen und was bringen sie bei der PKV?

Jahrelang galt das Vorurteil: Die Private Krankenversicherung wird im hohen Alter zur Kostenfalle. Doch das ist schon lange nicht mehr so und galt ohnehin vor allem für diejenigen Menschen, die erst spät in die PKV gewechselt sind. Dank den sogenannten Altersrückstellungen werden jeden Monat Teile Ihres Beitrags dazu verwendet, künftige Zahlungen stabil zu halten. Hierfür zahlen Versicherungen die Rückstellungen in Fonds und legen das Geld an. Im hohen Alter werden Ihre Beiträge nun mit diesem Geld subventioniert. Anders als in der GKV sorgen Sie somit für sich selbst vor.

Berechnung der Beiträge in der Privaten Krankenversicherung

Der Nutzen von Altersrückstellungen ist damit sehr schnell erklärt. Allerdings gibt es bei diesen Rückstellungen noch ein paar Dinge, die man unbedingt beachten sollte. Tun Sie dies nicht, könnten Sie eine Menge Geld „verschwenden“ oder aber zumindest „umsonst gezahlt“ haben. Werfen wir einen Blick auf die zwei Sonderfälle:

Fall #1: Wechsel zu einer anderen PKV

Sollten Sie – z.B. aufgrund eines sich stark ändernden Preises – die Versicherung wechseln wollen, kann es passieren, dass nicht die gesamten Altersrückstellungen mitgenommen werden können. Dies gilt es unbedingt vorher zu erörtern, da dies enormen Einfluss auf die Beiträge im höheren Alter haben kann. Nur, wenn Sie noch nicht so lange in einer PKV sind, die Kosten sich stark unterscheiden oder ein großer Teil mitgenommen werden kann, ist der Wechsel sinnvoll.

Fall #2: Wechsel innerhalb der PKV

Hier gilt es aufgrund von § 204 VVG nicht viel zu beachten. Sie haben das Recht jederzeit in einen anderen Tarif der Versicherung zu wechseln und dabei die Altersrückstellungen mitzunehmen. Bedenken Sie aber: Sollten Sie bislang in einem günstigen Tarif versichert gewesen sein, sind die bislang gezahlten Rückstellungen proportional zum neuen Beitrag geringer, was bedeute, dass diese im Alter einen geringeren Einfluss nehmen. Die neuen Altersrückstellungen sind hier entscheidender.

16. Beitragsrückerstattung in der Privaten Krankenversicherung?

Anders als es die gesetzliche Krankenversicherung macht, werden in der PKV die Beiträge für die Tarife nicht am Einkommen berechnet. Stattdessen werden Gesundheitsstand, Alter und Leistungen für die Berechnung des Beitrags herangezogen. So kann jeder Versicherte selbst entscheiden, was er bereit ist zu zahlen und welche Leistungen er hierfür erhalten möchte. Auch ist es möglich Tarife, wie den Basistarif oder den Standardtarif zu wählen, wenn man sich besonders günstig absichern möchte.

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Beitragsrückerstattungen können hoch ausfallen

Die sogenannten Beitragsrückerstattungen sind dazu gedacht, Privatversicherte dazu zu animieren, möglichst kosten- und gesundheitsbewusst zu leben. Die Private Krankenversicherung zahlt daher, je nach Vertrag, jährlich eine gewisse Summe zurück, sollten keine Leistungen in Anspruch genommen worden sein. Der Private Krankenversicherung Rechner listet entsprechende Tarife auf. Hier ein Einblick, wie diese Erstattungen aussehen können:

  • Leistungsfreiheits-Rabatt: Hier erhalten Versicherte eine Erstattung, wenn sie min. 1 Jahr leistungsfrei bleiben. Die Höhe der Beitragsrückerstattung steigt mit der Anzahl der leistungsfreien Jahre und kann bis zu 3 Monatsbeiträge und mehr ausmachen.
  • Erfolgsabhängige Erstattung: Hier wird der Privatversicherte an den Erfolg der Versicherung gekoppelt und erhält abhängig vom Geschäftsergebnis einen Bonus.
  • Erfolgsunabhängige Erstattung: Diese Form ist eher selten anzutreffen. Es wird vertraglich eine fixe Summe ausgemacht, die bei Leistungsfreiheit ausgeschüttet wird.

17. In 4 Schritten zur Privaten Krankenversicherung

Wer online einen Private Krankenversicherung Rechner nutzen will, ist bereits auf dem richtigen Weg. Viele Infos zur Versicherung werden so bereits eingeholt und Sie haben einen guten Überblick über den Gesamtmarkt. Da jedoch Gesundheitsfragen und weiterführende Angaben wichtig sind, können Sie die Beratung durch einen Experten in Anspruch nehmen, der dann sämtliche Sachverhalte mit Ihnen durchgehen wird. Insgesamt bedarf es aber nur 4 Schritte und die PKV rückt in greifbare Nähe:

  • Wunschleistungen definieren
  • Preisrahmen stecken
  • PKV Vergleich ausfüllen
  • Abwarten & Vergleichsergebnisse erhalten
Wichtig: Bitte bedenken Sie, dass Sie unbedingt die korrekten Daten angeben müssen. Andernfalls ist die Erstellung eines Vergleichs nicht möglich. Dies betrifft sowohl die personenbezogenen Daten als auch Kontaktinformationen.

18. Versicherungen-online.de | Ihr PKV Fachportal

Versicherungen-online.de tritt als unabhängiges und objektives Fachportal auf und fungiert als sogenannter Tippgeber. In dieser Form bieten wir Interessierten Erstinformationen zum Thema Versicherungen (Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung etc.) und klären auf, wann eine PKV möglich ist und wann nicht. Die auf Versicherungen-online.de dargestellten Private Krankenversicherungen Rechner sind alle powered by Finanzen.de. Die darin eingegebenen Daten werden SSL-verschlüsselt an Finanzen.de-Experten übergeben, die sich mit Ihnen kostenlos & unverbindlich in Verbindung setzen.

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